Pläne für ein Kulturforum auf dem Parkplatz Hörsterstraße
Zukunftsmusik für alten Parkplatz

Münster -

Für den Parkplatz Hörsterstraße und das benachbarte Bürogebäude am Bült haben die Planer Hanno Höyng und Christoph Deckwitz das Konzept eines „Kultur- und Bildungsforums“ vorgestellt. Es umfasst unter anderem ein Gebäude für die Volkshochschule und eine Konzerthalle.

Donnerstag, 13.03.2014, 08:03 Uhr

Zwischen Stadttheater und Stadtbücherei  wollen Christoph Deckwitz und Hanno Höyng (oben v.l.) das von ihnen geplante Bildungs- und Kulturforum Münster platzieren. Bislang ist es aber nur eine Idee.
Zwischen Stadttheater und Stadtbücherei  wollen Christoph Deckwitz und Hanno Höyng (oben v.l.) das von ihnen geplante Bildungs- und Kulturforum Münster platzieren. Bislang ist es aber nur eine Idee. Foto: VI.Group GmbH/Jürgen Christ

Wie soll man das 135 Seiten starke Heft nun nennen, das der Architekt Hans-Otto Höyng und der Projektentwickler Christoph Deckwitz veröffentlicht haben? Eine Analyse? Eine Projektskizze? Eine Vision? Ein Denkanstoß?

Höyng und Deckwitz selbst sprechen von einem „Kompendium“ – und auch dem Projekt, um das es geht, geben sie einen eher unspektakulären Namen: „Kultur- und Bildungsforum Münster “.

Dahinter verbirgt sich ein millionenschweres Bauvorhaben am Bült sowie auf dem benachbarten Parkplatz Hörsterstraße.

Dieser Baukomplex soll (in zwei unabhängig von einander realisierbaren Bauabschnitten) eine neue Heimat bieten für die Volkshochschule , die Westfälische Schule für Musik, die schulpsychologische Beratungsstelle sowie für einen kombinierten Kongress- und Konzertsaal. Er bietet nach Auskunft der Initiatoren Platz für Uni-Tagungen mit 600 Teilnehmern, soll aber auch dem Sinfonieorchester Münster eine neue Spielstätte bieten. Im Konzertsaal wäre Platz für 1200 Besucher.

Unter dem neuen Gebäudekomplex ist eine Tiefgarage mit 350 Stellplätzen geplant. Auf einem kleineren Teil des Geländes wäre noch Platz für 60 Wohnungen.

Höyng und Deckwitz arbeiten seit Jahren an dem Konzept und haben viele Vorgespräche geführt. Der Anlass, es jetzt öffentlich zu machen, hängt mit der aktuell im Rat diskutierten Frage nach dem künftigen Standort der Volkshochschule zusammen. Überdies gibt es Überlegungen für eine weitreichende Wohnbebauung auf dem Parkplatz Hörster­straße. „Wir betrachten das Konzept als ein Angebot an die Stadtgesellschaft“, hofft Hanno Höyng auf eine breite politische Diskussion.

Zur Planung gehört, dass zwei unmittelbar an den Parkplatz angrenzende Bürogebäude, die sich im Besitz der Familie Deckwitz befinden, in das Kultur- und Bildungsforum einbezogen werden sollen. Dies ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Fläche, da sich Abstandsflächen verringern.

Darüber hinaus sehen Höyng und Deckwitz den Vorteil, dass man den Eingang zu dem neuen Gebäudekomplex direkt an den Bült legen kann, wo sich die zentrale Altstadt-Bushaltestelle befindet. „Wir nutzen das Bestandsgebäude als Portal“, so Christoph Deckwitz.

In einer groben Kalkulation werden für den Teilbereich „Bildung“ des Bauvorhabens Investitionen in Höhe von 24 Millionen Euro veranschlagt, für den Teilbereich „Kultur“ rund 40 Millionen Euro. Zur Finanzierung sollen Mietzahlungen der Stadt beitragen. Für die Konzerthalle hoffen Deckwitz und Höyng auf Spenden in Millionenhöhe sowie eine Landesförderung.

 

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