Preußen-Stadion
Erst Bebauungsplan, dann Tribüne

Münster -

Was ist in der Zukunft am Preußen-Stadion möglich? Das Ergebnis des juristischen Gutachtens wurde der Politik am Montag vorgestellt. Jetzt könnte es einen neuen Bebauungsplan für das (Stadion-)Areal am Berg Fidel geben.

Dienstag, 25.03.2014, 09:03 Uhr

Ein neuer Bebauungsplan könnte den Weg zu einer Westtribüne im Preußen-Stadion ermöglichen
Ein neuer Bebauungsplan könnte den Weg zu einer Westtribüne im Preußen-Stadion ermöglichen Foto: Oliver Werner

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Der rechtssichere Weg zu einer neuen Westtribüne und möglicherweise weiteren Umbauten im Preußen-Stadion führt nach Informationen unserer Zeitung über einen neuen Bebauungsplan für das (Stadion-)Areal am Berg Fidel. Denn der bisherige Plan ist anscheinend nichtig, weil er für den Bereich des Stadions nur eine Grünfläche ausweist, wie es heißt. Das ist das Ergebnis eines Rechtsgutachtens, das dem interfraktionellen Arbeitskreis Stadion am Montagnachmittag vorgestellt wurde.

Bereits in der Ratssitzung am 2. April will die Stadtverwaltung den Anstoß für ein neues Bauleitverfahren ermöglichen. Politische Kreise rechnen damit, dass die Aufstellung eines Bebauungsplanes mindestes ein Jahr dauert. Anwohner-Einwände oder Klagen könnten das noch verzögern. Danach allerdings stünde der Bau einer neuen Tribüne nach Einschätzung der Juristen aus dem Hause der münsterischen Kanzlei Baumeister juristisch wohl auf sicherem Grund.

Das Thema Lärmschutz, das seit dem schlagzeilenträchtigen Preußen-Park-Urteil vor knapp 15 Jahren immer wieder die Runde macht, hätte sich wohl auch erledigt, wie zu hören ist. Denn aus Sicht eines Sachverständigen würde eine Westtribüne, die sich an die vorhandene Haupttribüne anschließt, einen besseren Schallschutz für die Anwohner garantieren, als dies jetzt der Fall ist.

Zu Inhalten und Details des Gutachtens wollte Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis nach der Sitzung keine Stellung nehmen. Allerdings erklärte er allgemein: „Aus meiner Sicht ist das ein sehr guter Tag für den Verein.“ Es könnte sogar ein Meilenstein sein, so de Angelis.

Seit Jahren wird bekanntermaßen um einen Ausbau des in die Jahre gekommenen Preußen-Stadions gerungen. Der Rat der Stadt hatte im vergangenen Jahr beschlossen, weitere Maßnahmen an der Hammer Straße erst nach einer juristischen Expertise ergreifen zu wollen.

Jetzt soll zumindest das notwendige Bebauungsplanverfahren für das Stadion-Areal und seine Umgebung ganz zügig auf den Weg gebracht werden. Bereits am Donnerstag soll der Planungsausschuss zusammen mit der Bezirksvertretung Hiltrup darüber beraten, ehe der Rat in der kommenden Woche den Startschuss gibt.

Der Bebauungsplan schreibt vor, welche Nutzungen auf festgelegten Flächen grundsätzlich zulässig sind. Über einen neuen Tribünen-Bau müsste dann in einem zweiten Schritt in den politischen Gremien beraten und entschieden werden. Dabei dürfte das Thema Finanzierung eine bedeutende Rolle spielen.

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