Parteien wollen neues Planungsrecht schaffen
Ein Stadion mit Zukunft

Münster -

„Wir wollen uns sofort nach der Kommunalwahl daran machen, Planungsrecht am Preußen-Stadion für die neue Westtribüne zu schaffen“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Jung zu den Ergebnissen einer Machbarkeitsstudie zur Weiterentwicklung des städtischen Stadions an der Hammer Straße.

Mittwoch, 26.03.2014, 17:03 Uhr

Im Preußen-Stadion sind nach Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für den Bereich Berg Fidel weitere Ausbaumaßnahmen etwa für eine neue Westtribüne denkbar.
Im Preußen-Stadion sind nach Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes für den Bereich Berg Fidel weitere Ausbaumaßnahmen etwa für eine neue Westtribüne denkbar. Foto: Oliver Werner

Im interfraktionellen Arbeitskreis Stadion wurde das Gutachten mit der Empfehlung für die Neuaufstellung eines Bebauungsplanes am Berg Fidel am Montag vorgestellt (WN, 25.3.).

„Wir freuen uns, dass die Prüfung ergeben hat, dass ein Ausbau des Preußen-Stadions auch unter Lärmschutzaspekten nicht nur möglich ist, sondern sogar für die Anliegerinnen und Anlieger noch eine Verbesserung bringen würde“, so Jung weiter. Die SPD werde deswegen alles daran setzen, jetzt zügig die rechtlichen Grundlagen für den Ausbau zu schaffen. Für Finanzierung und politische Umsetzung halte die SPD an dem Beschluss des Rates vom September fest, demzufolge die Stadionunterhaltung Sache der Stadt sei, eine Erweiterung um Tribünensitze im Rahmen des Überlassungsvertrags mit einer entsprechenden Mietzahlung des Vereins abgegolten werden solle.

Nach Ansicht der Christdemokraten ist nun „das Stochern auf Sicht“ in Sachen Stadion beendet. „Jetzt kann endlich eine verlässliche Gesamtstrategie für das Stadion geplant und umgesetzt werden“, meint CDU-Fraktionschef Stefan Weber. „Die CDU-Fraktion hat sich bereits sehr frühzeitig für eine Verbesserung des Lärmschutzes und einen bedarfsgerechten Umbau des Stadions ausgesprochen.“ Was die mögliche Finanzierung einer Tribüne angeht, könne man erst über eine Aufteilung der Kosten verhandeln, wenn ein Konzept vorliege.

Von einer „interessanten Perspektive“ spricht die FDP-Fraktionsvorsitzende Carola Möllemann-Appelhoff . „Das gibt Zukunft an dem Standort.“ Bei der Tribünen-Finanzierung legt Möllemann-Appelhoff indes Zurückhaltung an den Tag. Das sei eine Frage der nächsten Legislaturperiode – „auch wer wie welche Kosten trägt“.­

Aus Sicht der Linkspartei sind die vorgestellten Maßnahmen zur Sanierung des städtischen Stadions sinnvoll und der notwendige neue Bebauungsplan sowie die Absichtserklärung von Preußen Münster ein positiver Vorgang. Ein besserer Schallschutz in Kombination mit einer neuen West-Tribüne könne ein erfolgreicher Doppelschlag werden.

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