Fische kamen nicht zu Schaden
Rapsöl auf der Werse

Münster -

Eine größere Menge Rapsöl aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ist vor einigen Tagen in die Werse gelangt. Das meiste wird an einer Ölsperre der Feuerwehr aufgefangen. Fische sind offenbar nicht zu Schaden gekommen.

Donnerstag, 27.03.2014, 10:03 Uhr

Rapsöl aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ist in die Werse gelangt. Laut Umweltamt hält sich der Schaden in Grenzen.
Rapsöl aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ist in die Werse gelangt. Laut Umweltamt hält sich der Schaden in Grenzen. Foto: Oliver Werner

„Die Werse ist wohl mit einem blauen Auge davongekommen“, sagt Dr. Olaf Niepagenkemper vom Landesfischereiverband. Dabei gab es einen ernstzunehmenden Zwischenfall an Münsters größtem Fließgewässer: Bereits am Montag war oberhalb der Sudmühle eine größere Menge Rapsöl in den Fluss gelangt.

Die Feuerwehr errichtete umgehend eine Ölsperre vor dem Wehr. Das weiße Material saugt sich allmählich mit dem Öl voll, das als dünne Schicht auf der Wasseroberfläche schwimmt.

Rapsöl wird in der Landwirtschaft als Kraftstoff verwendet. Als Pflanzenöl ist es verhältnismäßig gut biologisch abbaubar – ein Unfall mit Schweröl hätte weit gravierendere Folgen gehabt. Erwin Klose vom städtischen Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat sich den Ölfilm angesehen – und bestätigt, dass sich der Schaden in Grenzen hält.

„Auch Rapsöl ist ein Öl“, mahnt Dr. Niepagenkemper. Empfindlichen Lebewesen könnte es gefährlich werden, gerade wenn es sich am Ufer absetzt. In diesem Fall allerdings wird das Öl vom fließenden Wasser abgespült. Fische sind offenbar nicht zu Schaden gekommen.  Foto: ohw/Text: spe

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