„Rittertag“ mit 170 Teilnehmern
Johanniter: Selbstloser Einsatz für die Gesellschaft

Münster -

Sie sind Helfer in der Not: die Johanniter. Am Samstag fand in Münster ihr Rittertag mit Festgottesdienst statt. Rund 170 Johanniter in Rittermantel und Uniform zogen dabei in einem Festumzug vom Volkeningheim zur Universitätskirche.

Sonntag, 06.04.2014, 17:04 Uhr

In Rittermänteln mit Ehrenkreuzen oder in ihren Uniformen zogen am Wochenende rund 170 Johanniter feierlich vom Volkeningheim am Breul zur Universitätskirche.
In Rittermänteln mit Ehrenkreuzen oder in ihren Uniformen zogen am Wochenende rund 170 Johanniter feierlich vom Volkeningheim am Breul zur Universitätskirche. Foto: Peter Sauer

Die Johanniter retten Leben, helfen Menschen, die durch Krankheit, Behinderung oder soziale Probleme benachteiligt sind. Sie sind bei Unfällen zur Stelle, helfen mit bei Großveranstaltungen. Am Samstag fand in Münster der Rittertag der Westfälischen Genossenschaft des Johanniterordens statt. Rund 170 Johanniter in Rittermantel und Uniform zogen in einem Festumzug vom Volkeningheim der Evangelischen Studiengemeinde zur Universitätskirche.

Dort gab es einen Festgottesdienst mit Präses Annette Kurschus . In ihrer Predigt betonte sie, dass Gott auch da ist, wenn die Schrecken des Leben den Menschen an Gott zweifeln lassen, und dass man nicht verzweifeln solle, da Gott immer für den Menschen da sei und ihm Trost spende.

Feierlich wurden Konrad Winckler aus Berlin (setzt sich für obdachlose Kinder in Thüringen ein), der Lehrer und Marathonläufer Jobst von Palomdini aus Bückeburg sowie der Landesbischof von Schaumburg-Lippe, Dr. Karl-Hinrich Manzke, zu neuen Rittern geschlagen. „Das ist ein erhebendes Gefühl“, sagte von Palomdini, „den geistlichen Mantel der Ritters umgehängt zu bekommen“.

In der Kollekte wurde für den Bau eines Hospizes gesammelt. Für Musik sorgten Universitätskantorin Prof. Ellen Beinert sowie Gerd Radeke und Jochen Schiel an den Trompeten. Nachmittags ging es in der Johanniterakademie an der Weißenburgstraße weiter.

„Über 300 haupt- und ehrenamtliche tätige Frauen und Männer arbeiten hier für die Johanniter-Unfall-Hilfe“, erläuterte Rechtsritter Joachim Schmidt, Leiter der Johanniter-Akademie. Bürgermeisterin Karin Reismann würdigte die Arbeit der Johanniter: „Sie engagieren sich in vielfältigster Form und sind aus der vor allem durch die freien Träger geprägten Soziallandschaft unserer Stadt und Region nicht mehr wegzudenken.“ Superintendentin Meike Friedrich würdigte die Arbeit der Johanniter als praktizierte Nächstenliebe: „Sie üben gute Ritterschaft, indem sie sich zu Gott, seiner Kirche und den Menschen verpflichtet fühlen.“

Der Ehrenritter und Brigadegeneral i.R. Klaus von Heimendahl referierte über „Einsatzverwundete“. Beim Rahmenprogramm auf Haus Rüschhaus kamen Ritterdamen und Jugendliche ins Gespräch.

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