Wahlkreis 12: Aaseestadt
Beliebtes Wohnviertel am Wasser

Münster -

Im Wahlkreis 12 Aaseestadt, zu dem auch ein Streifen von Pluggendorf zählt, lässt es sich gut wohnen. Unweit vom Aasee und umgeben von viel Grün ist dieses Viertel auch für die Naherholung attraktiv. Gemeckert wird über den Leerstand von Geschäften im Aasee-Markt, der im Jahr 1967 eröffnet wurde.

Donnerstag, 10.04.2014, 19:04 Uhr

In der Aaseestadt lässt es sich gut wohnen. Die Nähe zum Aasee und viel Grün machen das Viertel attraktiv. Bald ist das jüngste Büroturm-Bauwerk der LVM fertig, das hinten in der Bildmitte zu sehen ist.
In der Aaseestadt lässt es sich gut wohnen. Die Nähe zum Aasee und viel Grün machen das Viertel attraktiv. Bald ist das jüngste Büroturm-Bauwerk der LVM fertig, das hinten in der Bildmitte zu sehen ist. Foto: Oliver Werner

Lust auf Joggen, Walken, Tretbootfahren? Oder lieber flanieren, ausruhen und die Seele bei einem Cappuccino beim Italiener baumeln lassen? Wer in der Aaseestadt wohnt, ist ruckzuck am Wasser, im Allwetterzoo, Planetarium und in Pluggendorf . Ein beliebtes Wohnviertel mit viel Grün und Parkanlagen. Die City ist schnell erreicht, ebenso die Weseler Straße und die A 43.

Rund 5500 Menschen sind hier zu Hause, deren Viertel Straßennamen von Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus trägt. Es liegt im Kernbereich der Stadt und breitet sich östlich des Aasees und südlich des Kolde-Rings aus. Ein- und Mehrfamilienhäuser bestimmen das Wohnviertel im Wahlbezirk 12, in dem die Bevölkerung älter geworden ist. Bauboom und Nachverdichtung machen die Runde.

Direktkandidaten

Im Wahlbezirk 12 (Aaseestadt) treten unter anderem folgende Kandidaten an: CDU: Karin Reismann (71), Rentnerin; SPD: Gabriele Kubig-Steltig (56), Betriebswirtin; Grüne: Tim Rohleder (38), wissenschaftlicher Mitarbeiter; FDP: Guido Nüsing (51), kaufmännischer Angestellter; UWG: Bernd Blankenstein (74), Rentner; ÖDP: Angelika Hagedorn (56), Dipl.-Pädagogin; Linke: Carmen Giovanazzi (22), Studentin; Piraten: Simon Malte Helkenberg (18), Schüler

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Provinzhaus der Vorsehungsschwestern mit dem Altenheim Friedrichsburg, LVM, DRK, Westlotto sind hier angesiedelt. Wie ein Fels in der „Aasee-Brandung“ stehen seit 1959 die drei gelben Hochhäuser an der Goerdelerstraße. Sie werden um Stockwerklänge vom jüngsten LVM-Bauwerk am Koldering / von-Stauffenbergstraße übertrumpft.

Die Bauphase, die bald abgeschlossen ist, hat so manchen Anlieger erzürnt. Beklagt wurden die Schleichwege von Autofahrern, das dichte Parkaufgebot in der Von-Stauffenberg-Straße oder der Von-Witzleben-Straße – für Kinder mit Tornister auf dem Rücken berge dieser Zustand nach Beobachtungen von Anwohnern eine starke Gefährdung.

Ein Streifen Pluggendorf zählt mit zum Wahlkreis Aaseestadt, in der die Glocken der katholischen St.-Stephanus-Kirche sowie der evangelische Jakobus-Kirche läuten. Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist die Grundschule des Viertels. Der Verein Blau-Weiß Aasee mit Sportanlage liegen direkt an der Schule. Die Aaseestadt grenzt mit der Boeselagerstraße an Mecklenbeck und somit an die weiterführende Friedensschule.

Der im Jahr 1966 fertiggestellte Aasee-Markt mit Supermark t, Post-Shop im Lottoladen, Arztpraxen, Apotheke, Krankengymnastik, Fußpflege, Kosmetik- und Friseursalons sowie Miet- und Eigentumswohnungen hat längst seine Vielfalt an Läden eingebüßt. Schlecker steht leer. Die Fahrschule hat ihre Zelte abgebrochen und nun auch der Fernsehfachhändler. Die Sparkassen-Filiale hat sich verabschiedet. Zurück blieben ein Geldautomat und ein Kontoauszugsdrucker. Herzstück des Aasee-Marktes ist die Stadtteilbücherei – ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt.

Karin Reismann kandidiert für die CDU . „Viele Bürger sind verärgert über den Leerstand. Doch noch in diesem Jahr soll Bewegung reinkommen.“ Pläne für eine bauliche Veränderung gibt es bereits, letztlich muss die Eigentümerversammlung zustimmen. Ob Aasee-Markt, Nachverdichtung, zwei Klassen für die Bonhoeffer-Schule oder eine Dreifach-Sporthalle für die Erich-Klausener-Realschule: „Ich kümmere mich darum“, verspricht die CDU-Frau.

„Das wichtigste Thema ist, die Wohnstruktur zu erhalten. Durch den Generationswechsel wird viel abgerissen, neu gebaut oder saniert“, sagt Gabriele Kubig-Steltig, SPD-Direktkandidatin. Sie möchte, „dass Bebauungspläne nicht vollends ausgeschöpft werden und die Nachverdichtung moderat und ohne Wildwucherei abläuft“. Zudem liegt ihr eine Sporthalle für die Klausener-Realschule am Wahlkampfherzen.

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