Mechthild Großmann stammt aus Münster
Kindheit im Kreuzviertel

Münster -

Am Sonntag strahlt die ARD den 25. Münster-Tatort aus – Staatsanwältin Wilhelmine Klemm wird dabei Kommissar Thiel suspendieren. Für Mechthild Großmann, die die Staatsanwältin spielt, bedeutet Münster etwas Besonderes. Hier wurde sie geboren und hier wuchs sie auf.

Samstag, 12.04.2014, 08:04 Uhr

Als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm kennt Mechthild Großmann ein Millionenpublikum. Am Sonntag ist die gebürtige Münsteranerin in der Jubiläumsfolge des Münster-Tatorts zu sehen.
Als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm kennt Mechthild Großmann ein Millionenpublikum. Am Sonntag ist die gebürtige Münsteranerin in der Jubiläumsfolge des Münster-Tatorts zu sehen. Foto: Martin Menke/WDR

Es war nicht sehr viel Zeit zum Eintauchen in die Vergangenheit, als Mechthild Großmann am Abend der Premiere des neuen Tatorts durch die Stadt Richtung Cineplex-Theater kutschiert wurde. Für die Schauspielerin, die den Münster-Tatort (dessen 25. Folge an diesem Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen ist) als Staatsanwältin Wilhelmine Klemm mit einer vom Nikotin rauchigen Stimme prägt, haben Ausflüge nach Münster eine besondere Bedeutung.

Mechthild Großmann ist gebürtige Münsteranerin, wuchs im Kreuzviertel in der Nähe des Coerdehofs auf. „Das war damals überhaupt keine so teure Gegend wie heute“, sagt sie am Premierenabend im Cineplex. Münster, das ist für Mechthild Großmann auch das katholische Mädchengymnasium Marienschule, das sie besuchte, bevor sie zur Schauspielschule ging, professionell zu tanzen begann, ihre Leidenschaft zum Beruf machte.

Als sie vor Wochen am Premierenabend durch Münster fuhr, ging es auch am Send vorbei – das Riesenrad drehte sich vor dem Schloss. „Das hat schon in mir Kindheitsgefühle geweckt“, sagt Mechthild Großmann, die in Hamburg lebt und gern für die Tatorte mehr hier vor Ort drehen würde.

10 spannende Fakten zum Münster-Tatort

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  • Tatort „Der doppelte Lott“: Im achten Tatort haben die beiden Kölner Kollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) einen Gastauftritt. Hier rekonstruiert der Rechtsmediziner Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, r.) den aktuellen Mord: Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, M.), spielt den Verdächtigen, der russische Lokalbesitzer Gennadi Krusenstern (Rezzo Tschchikwischwili) das Opfer.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • Tatort „Spargelzeit“: Der in Hagen geborene Schauspieler Jörg Hartmann hat in dieser Episode einen Gastauftritt. Seit 2012 ist er selbst im Tatort-Team vertreten als Chefermittler Peter Faber in Dortmund.

    Foto: NDR/WDR/Martin Menke
  • Die nebeneinander liegenden Wohnungen von Thiel und Boerne als auch die Autos Boernes wechseln seit Beginn der Reihe ständig.

    Foto: WDR/Stephan Rabold
  • Tatort „Wolfsstunde“: In dieser Episode hatte Jörg Pilawa einen Gastauftritt.

    Foto: WDR/Uwe Stratmann
  • Tatort „Herrenabend“: Für den von Jan Josef Liefers gespielten Rechtsmediziner Professor Boerne gibt es reales Vorbild: Professor Bernd Brinkmann, der von 1981 bis Juli 2007 Direktor des Instituts für Rechtsmedizin der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster war.

    Foto: SWR/WDR/Willi Weber
  • In den ersten Folgen hat Kommissar Thiel keinen Führerschein und muss sich oft von anderen Leuten fahren lassen, später darf er selbst fahren.

    Foto: rbb/WDR/Uwe Stratmann
  • Das Schauspielerteam des Tatorts Münster mit Jan Josef Liefers, Axel Prahl, Christine Urspruch, Mechthild Großmann, Friederike Kempter und Claus Dieter Clausnitzer war „für langjährige herausragende Leistung in der humoristischen Fernsehunterhaltung“ für den Grimme-Preis 2012 in der Kategorie „Unterhaltung/Spezial“ nominiert.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Die Dreharbeiten finden hauptsächlich in Köln und Umgebung statt. In Münster selbst werden Außenszenen gedreht. Das Thema Fahrradstadt und Fahrradklau wird ebenfalls häufig thematisiert.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • Tatort Mörderspiele: Im Aasee wurde eine Leiche gefunden. Mehrere Folgen aus Münster erreichten hohe Einschaltquoten. Diese Folge hatte eine von 24 Prozent Marktanteil (8,34 Millionen Zuschauer). Die Folge Schwanensee, die auch - teilweise - am Aasee gedreht wurde, erreichte 13,6 Millionen Zuschauer - die meistgesehene Sendung des Jahres 2015 überhaupt.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • „Permanente Gegenwart“: Der erste Tatort „Der dunkle Fleck“ wurde 2002 ausgestrahlt. Der Sohn von Kommissar Thiel (Axel Prahl) ist in dieser Folge 12 Jahre alt. Sechs Jahre später in der Folge „Wolfsstunde“ ist er immer noch 12 Jahre alt.

    Foto: WDR/Thomas Kost

Nahe Verwandte hat sie keine mehr in der Stadt – „ich komme aber regelmäßig auf den Zentralfriedhof“, erzählt sie. Dort sind ihre Eltern begraben.

Mechthild Großmann ist vor ein paar Monaten 65 Jahre alt geworden – „eigentlich bin ich Rentnerin“, sagt sie, und ihre tiefe Stimme klingt amüsiert. Staatsanwältin Wilhelmine Klemm geht aber noch nicht in Pension. Im Gegenteil, ihre Führungsstärke ist gefragt: In Folge 25 des Münster-Tatorts suspendiert sie Kommissar Thiel von seinen Aufgaben. Nur gut, dass auch das Verbrechen rund um den Bau des Wellness-Bades „Waikiki Oase“ im Jubiläums-Tatort am Ende aufgeklärt wird.

Tatort: Der Hammer

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  • Prof. Boerne (Jan Josef Liefers, links) und Frank Thiel (Axel Prahl) in der Villa des ermordeten Rotlichtkönigs Bruno Vogler (Frank Zander).

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Vicky Vogler (Gesche Tebbenhoff, links) reagiert gegenüber Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, Mitte) und Prof. Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) gefasst auf die Nachricht, dass ihr Mann ermordet wurde.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Einsatz im Tennis-Club: Prof. Boerne (Jan Josef Liefers, 2.v.r.) führt Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, links) ein in die Geheimnisse des weißen Sports.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Silke „Alberich“ Haller (ChrisTine Urspruch) und Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) in der Rechtsmedizin.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Tatort Parkhaus: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, v.l.) inspizieren Opfer Nummer zwei, Bruno Vogler (Frank Zander).

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Lagebesprechung im Fall “Der Hammer“ in der Teeküche mit Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers), Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl), Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) und Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter, v.l.).

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Die Tarnung des Täters: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, links) und Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) sind dem Serienmörder auf der Spur, der sich selbst „Der Hammer“ nennt und seine Taten im Superheldenkostüm begeht.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Der Hammer: Hält Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) das Tatwerkzeug in den Händen?

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) hat eine Vermutung: Wurden die beiden Mordopfer mit einem speziellen Hammer getötet? Für Testzwecke besorgt er sich Schweinsköpfe.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Silke Haller (ChrisTine Urspruch) glaubt an das Gute: Eine große Hilfe müsste ihr Hinweis sein, dass der Täter sich am Superhelden-Comic „The Hunter“ orientieren könnte. Für Kommissar Thiel hat sie die seltenen Hefte besorgt.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Bruno Vogler (Frank Zander) ist der Rotlichtkönig von Münster und verfügt über beste Verbindungen in die feine Gesellschaft.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Auge in Auge mit dem Bösen: „Der Hammer“ stellt den Rotlichtkönig Bruno Vogler (Frank Zander) in einem Parkhaus zur Rede.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • „Der Hammer“ treibt sein Unwesen in der Stadt: Schon zwei Tote gehen auf seine Rechnung.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Münsteraner in Wut: Am Rand eines Wohngebietes entsteht die „Waikikioase“, ein riesiges Bordell. Findet Kommissar Thiel (Axel Prahl) unter den Gegnern hier den Mörder von Bauunternehmer Dr. Wolfgang Öhrie?

    Foto: WDR/Martin Menke
  • „Der Hammer“ schlägt wieder zu: Rotlichtkönig Bruno Vogler (Frank Zander) ist sein zweites Opfer.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Kommissar Thiels „Vadder“ geht wieder auf die Barrikaden: Herbert Thiel (Claus D. Clausnitzer, rechts) demonstriert mit Bauer Heinrich (Wolfgang Packhäuser, links) und seiner neuen Freundin Mascha (Anna Böttcher, 2.v.r.) gegen das Bauprojekt „Waikikioase“.

    Foto: WDR/Martin Menke
  • Der Tatort „Der Hammer“ läuft am Sonntag (13.04.14) um 20:15 Uhr im ERSTEN. „Der Hammer“ treibt sein Unwesen in der Stadt: Schon zwei Tote gehen auf seine Rechnung.

    Foto: WDR/Martin Menke

„Natürlich mache ich weiter“, bekräftigt Mechthild Großmann und sieht dabei gar nicht aus wie eine Rentnerin. Sie spielt in Wuppertal in Pina Bauschs Tanztheater, ihre große Leidenschaft, außerdem immer wieder an diversen Theatern. Münster, wo sie vor vielen Jahren einmal ein Engagement hatte, ist jetzt nicht dabei. Ende des Jahres wird Mechthild Großmann 66. Aber dann fängt ja nach Udo Jürgens, bald 80, erst das Leben an. 

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