WN-Wahlsager
Der große Lokalpolitik-Check

Greven -

Münsterland. Der Wahlsager ist fertig. User unseres Internet-Portals können hier die Meinungen lokaler Parteien zu wichtigen Themen der Stadt prüfen. Das Ergebnis gibt es sofort als Grafik.

Freitag, 25.04.2014, 16:04 Uhr

Halten, befürworten, Konzepte machen - wir haben hier alle Wahlsager-Fragen nach den wichtigsten Worten geordnet. Das Ergebnis zeigt, wie breit lokalpolitische Interessen aufgefächert sind.
Halten, befürworten, Konzepte machen - wir haben hier alle Wahlsager-Fragen nach den wichtigsten Worten geordnet. Das Ergebnis zeigt, wie breit lokalpolitische Interessen aufgefächert sind. Foto: Meyer

„Das geht ja gar nicht um allgemeine Fragen. Sondern um Politik vor meiner Tür.“ Der erste Kollege, der den Wahlsager der WN testete, traf es. Seit gestern können Nutzer unseres Internet-Portals die Haltung der lokalen Parteien zu wichtigen Themen der Stadt prüfen. Das Ergebnis gibt es sofort. Prof. Dr. Norbert Kersting von der Uni Münster , der den Wahlsager wissenschaftlich begleitet, spricht von einem „einzigartigen Projekt“.

Das Projekt begann, als die Online-Redaktion der WN den ersten Online-Wahlsager zur Bundestagswahl abschloss. Über 30 Bundestagskandidaten aus sechs Wahlbezirken hatten rund 30 Fragen beantwortet. Tausende Bürger hatten den Wahlsager beantwortet. Vorbild war der Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. „Das geht auch kommunal“, meinte Online-Teamleiter Carsten Vogel. Das war neu. Die Wahl-O-Mat-Macher haben bisher nur eine lokale Online-Befragung in nur einer NRW-Stadt geplant: Ahlen. Nach einer Umfrage unter den Lokalredaktionen unserer ZGM-Zeitungsgruppe, wurden für den WN-Wahlsager 24 Kommunen gemeldet, am Ende blieben es 23.

Über 700 Fragen wurden dann per Online-Abfrage unter Lesern eingesammelt, über 500 Ansprechpartner in den Gemeinden angemailt. Am Ende antworteten mehr als 120 Parteien auf unsere Fragen. Dahinter steckte ein Netz von kompetenten Lokalredakteuren, die alle Fragen redigierten und ergänzten und zahllose Kontakte knüpften.

Erste Reaktionen sind positiv. So schrieb SPD-Mann Marc Jaziorski aus Gescher: „Das ist eine zusätzliche Möglichkeit der Auseinandersetzung mit politischen Inhalten.“ Kritik gab es im Verfahren auch: Mit der Antwort „Egal“ mochte sich mancher Politiker nicht anfreunden. Egal sei in der Kommunalpolitik nichts, hieß es.

Versprochen: beim nächsten Wahlsager sagen wir statt „Egal“ – „Neutral“. Hier geht's zu den Wahlsagern.

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