Bahnhofsmission
Hilfe und ein offenes Ohr auf Gleis 9/12

Münster -

In der Bahnhofsmission Münster ist jeder willkommen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind ganz Ohr für die Menschen, die am Gleis 9 /12 vorbeischauen. Am Tag der Bahnhofsmission stellte die Einrichtung im Dienste des Nächsten ihre Arbeit näher vor.

Montag, 28.04.2014, 12:27 Uhr
Christiane Bodenberger (l.) und Irmtrud Krahl, Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission Münster, wärmen sich bei einer Tasse Tee.
Christiane Bodenberger (l.) und Irmtrud Krahl, Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission Münster, wärmen sich bei einer Tasse Tee. Foto: nrg

„Wenn man schon nicht die ganze Welt bessern kann, dann wenigstens das Leben eines Einzelnen, jedenfalls diesen einen Tag.“ Das sagt Jennifer Uhle , die seit zwei Jahren bei der Bahnhofsmission Münster mithilft. Besonders freue sie das Lächeln eines Gastes, wenn man eine Tasse Kaffee übrig habe.

 Am  Samstag war der Tag der Bahnhofsmission. Die über 100 Einrichtungen in Deutschland wollen so einmal jährlich über ihre Arbeit aufklären und dieses Jahr im Besonderen auf das Thema Armut aufmerksam machen. „Armut heißt nicht immer, kein Geld zu haben. Armut hat viele verschiedene Gesichter“, und darauf wollten die Bahnhofsmissionen hinweisen, so  Christine Kockmann, Leiterin der Bahnhofsmission. Hier gebe es nicht nur Wohnungslose, sondern auch psychisch oder körperlich kranke Menschen, die ein offenes Ohr  und Hilfe finden könnten.

In einem Informationsstand vor dem Hauptbahnhof und in der Bahnhofsmission selbst klärten die Mitarbeiter Passanten über alle Aspekte ihrer Arbeit auf. Die Besucher der Bahnhofsmission haben ihre Erfahrungen mit der Einrichtung auf Zettel geschrieben, die an einer Wäscheleine durch den Aufenthaltsraum gespannt hängen. Die christliche Bahnhofsmission sei eben nicht nur eine Anlaufstelle für Reisende oder eine Suppenküche, sondern ebenso eine Erstberatungs- und Weitervermittlungsstelle für Hilfebedürftige, erklärt Kockmann.  „Hier gibt es Leute, mit denen man vernünftig reden kann.“, bestätigt „Eule“, ein 18-Jähriger, der seit drei Jahren täglich in die Bahnhofsmission kommt. Es sei warm und gemütlich, man könne umsonst telefonieren, sagt er weiter, und sein Kumpel Stari wirft lachend ein: „Und hübsche Bedienungen gibt es auch.“

Insgesamt arbeiten circa 45 Ehrenamtliche in der Bahnhofsmission Münster. Die jüngste Mitarbeiterin ist 16, die älteste 80 Jahre alt. Darunter sind Studenten, Berufstätige oder Rentner. Neue Helfer seien immer willkommen, so Kockmann. Voraussetzung für die Arbeit sei neben Teamfähigkeit und dem Mut nachzufragen, wie die Arbeit ablaufe, vor allem die Freude am Menschen.

Zum Thema

Information im Hauptbahnhof an Gleis 9/12 und unter Telefon 4 58 02.

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