Jahresbericht der Hilfsorganisationen
Helfer leisteten noch mehr Einsätze

Münster -

61 861 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Mitarbeiter der vier münsterischen Hilfsorganisationen im vergangenen Jahr geleistet – 4000 mehr als 2012. Grund dafür war unter anderem ein längerer Einsatz während der Flutkatastrophe an der Elbe. Dort standen die ehrenamtlichen Helfer der vier Organisationen gemeinsam am Herd.

Montag, 05.05.2014, 18:05 Uhr

Zum dritten Mal stellten die vier münsterischen Hilfsorganisationen ihren Jahresbericht vor (v.l.): André Weber (Vorsitzender des ASB), Gudrun Sturm (Kreisgeschäftsführerin des DRK), Udo Schröder-Hörster (Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe) und Kai Flottmann (Geschäftsführer des Stadtverbands des Malteser Hilfsdienstes).
Zum dritten Mal stellten die vier münsterischen Hilfsorganisationen ihren Jahresbericht vor (v.l.): André Weber (Vorsitzender des ASB), Gudrun Sturm (Kreisgeschäftsführerin des DRK), Udo Schröder-Hörster (Regionalvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe) und Kai Flottmann (Geschäftsführer des Stadtverbands des Malteser Hilfsdienstes). Foto: mfe

Genau 61 861 Stunden ehrenamtliche Arbeit haben Mitarbeiter der vier münsterischen Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Johanniter und Malteser im vergangenen Jahr geleistet. „Dazu gehören die Aufgaben Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und Ausbildungen“, erklärte André Weber vom ASB-Vorstand bei der Vorstellung des dritten gemeinsamen Jahresberichts .

Insgesamt waren es rund 4000 Stunden mehr als im Jahr zuvor. Grund dafür sei unter anderem ein längerer Einsatz während der Flutkatastrophe an der Elbe gewesen. Dort standen die ehrenamtlichen Helfer der vier Organisationen gemeinsam am Herd, um Einsatzkräfte der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft zu versorgen.

Insgesamt funktioniere die Zusammenarbeit sehr gut, berichtete Weber. Angefangen vom Rosenmontagszug, über Straßen- und Stadtteilfeste, Einsätze bei Fußballspielen und beim Marathon – Mitarbeiter der Hilfsorganisationen stehen immer parat. Der jüngste gemeinsame Einsatz war in der Nacht zum 1. Mai in Hiltrup. Die Feuerwehr bat um Hilfe.

„Unser Netzwerk funktioniert“, betonte Kai Flottmann, Geschäftsführer des Stadtverbandes der Malteser. 44 Prozent der Arbeit seien im Sanitätsdienst geleistet worden, erklärte Weber. Der zweitgrößte Baustein sei die Ausbildung. „Darauf legen wir besonders viel Wert, denn eine gute erste Hilfe, die jemand leisten kann, ist in der Regel wichtiger, als Zeit ungenutzt verstreichen zu lassen, bis der Rettungsdienst kommt.“

Im Katastrophenschutz, darunter auch die Einsätze an der Elbe, waren die Helfer 22 Prozent ihrer Stunden tätig. Elf Prozent der Tätigkeit fällt in den Rettungsdienst. Dazu gehört auch die ständige Einsatzbereitschaft im Bezirk der Rettungswache rund um das Mauritz-Viertel.

Darüber hinaus wollen die Hilfsorganisationen mehr hauptamtliche Rettungsdienste übernehmen, die zurzeit von der Berufsfeuerwehr geleistet werden. „Dafür werden Gespräche mit der Berufsfeuerwehr und der Stadtverwaltung geführt“, berichtete Udo Schröder-Hörster vom Regionalvorstand der Johanniter. Nach einem europäischen Urteil müssten diese Aufgaben nicht mehr ausgeschrieben werden, hieß es. Damit wären die münsterischen Hilfsorganisationen wieder im Boot. „Wir erarbeiten zurzeit ein Konzept, wie wir wieder mehr eingebunden werden können“, so Schröder-Hörster. „Wir sind wieder mit der Feuerwehr im Dialog“, sagte Gudrun Sturm vom Deutschen Roten Kreuz. Die Gespräche hätten damit eine neue Qualität.

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