Ausstellung zum Ersten Weltkrieg
Kunst voller Kriegssymbolik

Münster -

Noch bis Ende des Monats sind Kunstwerke von Schülerinnen der Marienschule in der Ateliergemeinschaft in der Schulstraße zu sehen. Ab dem 1. Juni sind die Malereien und Zeichnungen zum Ersten Weltkrieg in Essen zu sehen. In der Zeche Zollverein werden sie im Rahmen der Ausstellung „Remember 1914-1918“ gezeigt.

Montag, 12.05.2014, 19:05 Uhr

Ruppe Koselleck (l.) und Anne Kückelhaus stehen vor den Arbeiten der Zehntklässlerinnen der Marienschule. Ab 1. Juni sind diese in der Zeche Zollverein zu sehen.
Ruppe Koselleck (l.) und Anne Kückelhaus stehen vor den Arbeiten der Zehntklässlerinnen der Marienschule. Ab 1. Juni sind diese in der Zeche Zollverein zu sehen. Foto: mim

100 Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg in Europa begann. Mit sensiblen Zeichnungen haben sich jetzt Schülerinnen der Marienschule mit der Thematik auseinander gesetzt. Im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Remember 1914-1918“ präsentierte und diskutierte die zehnte Klasse ihre Arbeiten am Montag in der Ateliergemeinschaft an der Schulstraße. Am 1. Juni ziehen die Kunstwerke der Schülerinnen weiter nach Essen in die Zeche Zollverein . Hier werden zu diesem Thema auch noch 80 weitere Schulen aus Deutschland und Belgien ausstellen.

Neben der Marienschule, die das Projekt „Letter Art“ erarbeitet hat, zeigt auch das Gymnasium Paulinum in Essen Arbeiten zum Thema „Mayers Erde“. Organisiert wurde das Ausstellungsprojekt in einer Kooperation der Universität Paderborn und Osnabrück, dem Widukind- Museum Enger, der Kriegsgräberfürsorge und den Welterbestätten Rammelsberg, Zollverein und Wattenmeer.

Ausstellung in der Zeche Zollverein

1/7
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke
  • Schüler der Marienschule und des Paulinums zeigen künstlerische Arbeiten zum Ersten Weltkrieg, die demnächst in der Zeche Zollverein ausgestellt werden. Foto: Matthias Ahlke

Kunstlehrerin Anne Kückelhaus näherte sich mit den Schülerinnen dem Thema mit Hilfe von „kurzen Impulsen“. „Im Anschluss sollten sie selbst Themen recherchieren“, so Kückelhaus. In Tusche gearbeitet, entstanden viele Arbeiten mit Symbolkraft: Ein Blutfleck über dem Kopf eines Familienvaters oder eine abgeknickte Blume vermitteln Trauer. Die 17-jährige Kim Haus versuchte den damaligen Zeitgeist zu treffen: „Ich hatte die Idee, unter dem Kampfflugzeug Sütterlinschrift zu verwenden.“

Vor ihren Arbeiten diskutierten die Schülerinnen mit Ruppe Koselleck , der in pädagogischen Experimenten Schülern Wissen vermittelt. Koselleck beschäftigt sich in seiner Promotion mit dem ersten deutschen Kriegsgefallenen Albert Mayer. Die Graberde dieses zum Helden stilisierten Soldaten wurde während der NS-Zeit „zu einer Blut-und-Boden-Reliquie“. Was soll mit der Erde passieren, die sich heute im Widukind-Museum Enger befindet?

Die Schülerinnen waren ratlos, was heute mit der Erde geschehen sollte. Koselleck empfand den ersten Toten „als Symbol, auf das viele Millionen Tote folgten“. Er versuchte, die Reflexion der Schülerinnen zu schärfen: „Was ist von dem, was wir heute über den Ersten Weltkrieg wissen, Fiktion – und was ist real?“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2446863?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F2572714%2F2572715%2F
Schiedsrichter bittet um Polizeischutz
Hoch her ging es am Ende der Partie Westfalia Leer gegen Eintracht Rodde. Schiedsrichter Christian Kadell bat um Polizeischutz.
Nachrichten-Ticker