Münster-Barometer
Spannender Endspurt

Münster -

Eine gute Woche der Kommunalwahl sind noch viele Münsteraner unentschlossen, welcher Partei sie ihre Stimme geben wollen. Die Umfrage Münster-Barometer im Auftrag der Westfälischen Nachrichten erforscht die Trends.

Samstag, 17.05.2014, 11:34 Uhr aktualisiert: 18.05.2014, 16:06 Uhr

Das Rennen um die Mehrheit im Rathaus ist eine gute Woche vor der Kommunalwahl offen. Nach dem Münster-Barometer, einer repräsentativen Meinungsumfrage unter 965 Kommunalwahlberechtigten der Forschungsgruppe Bema am Institut für Soziologie der Universität Münster im Auftrag der Westfälischen Nachrichten , wird die CDU in Münster mit einem Stimmenanteil von 42 Prozent zwar mit Abstand die stärkste Partei und gewinnt voraussichtlich im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren noch Stimmen hinzu. Für eine Mehrheit wird es aber wahrscheinlich auch diesmal in keinem der Lager reichen. Die Liberalen, in Münster traditionell eher stark, ziehen zwar mit einem Anteil von rund sechs Prozent in den Rat ein: Für die Wunsch-Koalition schwarz-gelb gibt es voraussichtlich zu wenige Stimmen..

Das rot-grüne Lager erreicht nach der Prognose zusammen einen gleich hohen Anteil wie die CDU allein. Auch die Linken werden mit einem Anteil von etwa vier Prozent wieder in den Rat einziehen. Gegenüber dem Münster-Barometer von Anfang März haben sich Gewichte damit zugunsten der CDU, aber auch zu Ungunsten der Grünen verschoben.

Sehr wahrscheinlich ist, dass die erstmals kandidierende Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) es ins Rathaus schafft. Mit einem Stimmenanteil von drei bis vier Prozent wird die in der Kommunalpolitik bislang noch nicht in Erscheinung getretene AfD den Löwenanteil der Stimmen unter den kleineren, „sonstigen“ Parteien erringen. Der Wiedereinzug von UWG, ÖDP und Piratenpartei ist fraglich.

Die Wählerschaft der CDU ist bei der Abstimmung am treuesten: Knapp 93 Prozent derjenigen, die jetzt die Partei wählen wollen, gaben an, auch 2009 für die CDU gestimmt zu haben.

Die SPD kann 80 Prozent ihrer Wähler von 2009 halten und verliert in nennenswerten Teilen an Grüne und CDU. Die Grünen geben Stimmen vor allem an die SPD ab, ein wesentlicher Teil früherer FDP-Wähler will nun CDU wählen.

Die Christdemokraten haben, wie auch bei anderen Wahlen in Münster, den mit Abstand höchsten Anteil an älteren, über 65 Jahre alten Wählern. Die Wähler der SPD verteilen sich relativ gleichmäßig auf alle Altersgruppen, die Grünen haben besonders wenige ältere Wähler über 65 Jahre.

Etwa 73 Prozent der Befragten sagten, sie interessierten sich „sehr stark“ oder „stark“ für die Wahl zum Stadtrat. 84 Prozent der 965 befragten Kommunalwahlberechtigten wollen sicher wählen gehen, 11,3 Prozent sagten, sie hätten bereits gewählt. Bei der Kommunalwahl 2009 lag die tatsächliche Wahlbeteiligung lediglich bei 58,2 Prozent.

An der gleichzeitig stattfindenden Europawahl wollen ebenfalls nahezu alle wahlberechtigten Münsteraner teilnehmen. 38 Prozent wollen die CDU wählen, 32 Prozent die SPD, 15 Prozent die Grünen, fünf Prozent die Linke, vier Prozent die FDP und sechs Prozent eine der „sonstigen“ Parteien.  

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