Trinitatis-Kirche wird 90
Erfüllt von der Dreifaltigkeit

Münster -

Dieses Gotteshaus steht mitten im Wohnviertel am Straßburger Weg. Seit 90 Jahren besteht die evangelische Trinitatis-Kirche im Geistviertel, die eigentlich Heilig-Geist-Kirche heißen sollte. Lange Zeit wurde sie im Volksmund „Die Kleine auf der Geist“ genannt.

Freitag, 23.05.2014, 19:05 Uhr

Laden zum Kirchenjubiläum ein (v.l.): Stefan Gill, Pfarrer Dr. Rüdiger Siemoneit und Freddy Timmer.
Laden zum Kirchenjubiläum ein (v.l.): Stefan Gill, Pfarrer Dr. Rüdiger Siemoneit und Freddy Timmer. Foto: mm

Sie wird liebevoll „Die Kleine auf der Geist“ genannt – die Trinitatiskirche mit ihrer bewegten Geschichte, deren einstiger Standort am Schützenhofbunker geplant war. Eingebettet ins Wohnviertel am Straßburger Weg 51 wird das Wort Gottes verkündet, gesungen, gebetet und gefeiert. Menschen erfahren an diesem Ort Geborgenheit und Gemeinschaft in den vielfältigen Gruppen – vom Kleinkind bis zum Senior. Alle­samt sind sie in Feierlaune. Gilt es doch den 90. Geburtstag der Trinitatiskirche zu feiern, die mit Jakobus nach der Gemeindevereinigung die Evangelische Thomasgemeinde Münster bildet. Das ganze Südviertel ist eingeladen und die Nachbargemeinden.

Zum Bezirk Trinitatis – sie wurde zur Mutterkirche für Matthäus-, Gnaden- und Martin-Luther-Kirche – zählen rund 2500 evangelische Christen, berichtet Pfarrer Dr. Rüdiger Siemoneit , der sich seit 2008 nach Stationen in Schwelm und Bielefeld in Münster zu Hause fühlt. Er hat einen alten Plan um das Jahr 1900 von Münsters Süden aufgestöbert, auf dem auf grüner Fläche nicht ein einziges Haus verzeichnet ist. „Das heutige Südviertel wurde systematisch geplant. Auf ausgewiesenen Territorien sollten kirchliche Gemeindezentren entstehen.“ Unter anderem die dritte evangelische Kirche Münsters nach Apostel- und Erlöserkirche, zwischen Wörthstraße, Fehrbellinweg und Hammer Straße. Ein großer Gemeinderaum wurde gebaut – eine Notkirche, geplant für 450 Menschen. Mit abteilbarem Konfirmandenraum, in dem schon bald eine Kindergartengruppe spielte. Das Gelände, auf dem die evangelische Kirche vorgesehen war, wurde im Zweiten Weltkrieg enteignet – und stattdessen der Bunker gebaut. Gegen Ende des Krieges brannte „Die Kleine auf der Geist“ völlig aus. Am Festtag Trinitatis (Dreifaltigkeitsfest) wurde die Kirche nach dem Wiederaufbau im Jahr 1949 neu eingeweiht – und erhielt ihren Namen.

„Die Kirche dürfte die einzige Kirche mit einer Kegelbahn sein“, schmunzelt Freddy Timmer, Projektleiter des attraktiven Programms zum Kirchenjubiläum am 14. und 15. Juni. 1924 wurde „Die Kleine auf der Geist“ eingeweiht. „Ursprünglich sollte die Kirche Heilig Geist heißen. Doch die katholische Kirche war schneller“, informiert Stefan Gill, Vorsitzender des Bezirksausschusses Trinitatis und seit über 20 Jahren im Presbyterium tätig.

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