Neuer Bereich für Jugendliche
„Chillen“ in der Stadtbücherei

Münster -

Die Stadtbücherei schafft einen Raum extra für Jugendliche: Bequeme Sitzkissen und Bänke laden zum Chillen und Lesen ein. Damit will die Stadtbücherei eine Lücke schließen.

Freitag, 27.06.2014, 19:06 Uhr

Als Rückzugsort könnte der Chill-Bereich auch dienen, meinen (v.l.) Ulrike Schönherr, Dr. Andrea Hanke und Monika Rasche. Sie testeten schon mal die Sitzkissen.
Als Rückzugsort könnte der Chill-Bereich auch dienen, meinen (v.l.) Ulrike Schönherr, Dr. An­drea Hanke und Monika Rasche. Sie testeten schon mal die Sitzkissen. Foto: klm

Große, weiche, lilafarbene Sitzkissen liegen auf dem Boden, rundherum stehen geschwungene, orangefarbene Sitzbänke. Sie sind zum „ Chillen “ gedacht – zum Entspannen, zum Plaudern, um die Zeit beim Lesen oder mit Musik zu verbringen.

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bekommen zurzeit in der Stadtbücherei eine eigene Abteilung. „Der Platz ist für diejenigen, die aus dem Kindesalter raus sind, aber noch nicht im Erwachsenenalter angekommen sind“, sagt die Leiterin der Bücherei, Monika Rasche . „JuWel“ soll der Bereich im Untergeschoss des Hauses heißen, als Abkürzung für „ Junge Welt “.

„Interessen in dem Alter werden nicht überall aufgefangen“, meint Rasche allgemein. In der Bücherei gebe es die Kinderabteilung, andererseits ein großes Angebot für Erwachsene. Im „JuWel“ nun kommen Spiele, Bücher und mediale Angebote für die Altersgruppe dazwischen zusammen: DVDs mit Filmen, Musik und TV-Serien sowie Comics und Jugendbücher, im „Chill“-Bereich auch Jugendzeitschriften.

Bereits fertig sind – gegenüber der Ausleihtheke – fünf Regale für Manga-DVDs. Auf einem Tisch sollen zwei PCs für digitale Spiele Platz finden. Zudem wird ein Mitarbeiterraum in einen „Gaming Raum“ umgewandelt: „Hier können Playstation 4 , Xbox One und Nintendo gespielt werden“, sagt Ulrike Schönherr, Teamleiterin der Kinderbücherei. Zu jedem digitalen Spiel gebe es ein „reales“, etwa Autorennen am Bildschirm und als Carrera-Bahn.

Die Bücherei sei vom Land NRW „großzügig“ unterstützt worden, sagt Rasche. Rund die Hälfte der 60 000 Euro Kosten für das „JuWel“ trage das Ministerium für Familie, Jugend und Kultur. Der andere Teil stamme von der Stadt, wie Dezernentin Dr. Andrea Hanke erklärt. Ferner hat die Bücherei eine eigene Stelle umgewandelt und einen Medienpädagogen für das JuWel“ eingestellt. Die CD-Ausleihe übrigens bleibt im Untergeschoss, DVDs stehen jetzt in die Eingangsetage bei den Romanen. Der Bereich Noten und Theater und Tanz wurde mit einer dünnen Wand abgetrennt. Zur Eröffnung am 9. August (11 bis 17 Uhr) soll alles fertig sein.

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