Goldenes Priesterjubiläum
600 Gäste feiern mit Großdechant Franz Jung

Münster. Der Dreiklang „Freude – Gebet – Dank“ habe ihn 50 Jahre lang als Priester und in seinem Wirken getragen, erklärte Großdechant em. Franz Jung in dem Festgottesdienst, der anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums am Samstag in der Hiltruper St.-Clemens-Kirche mit 600 Gästen gefeiert wurde.

Samstag, 28.06.2014, 21:06 Uhr

 „Es ist als recht ungewöhnlich zu betrachten, dass Großdechant Jung spricht, er werde seit 50 Jahren von diesem Dreiklang getragen“, knüpfte Bischof Dr. Felix Genn in seiner Predigt an die Eröffnungsworte an. Ungewöhnlich deshalb, sagte Genn, weil es „schon etwas sehr Besonderes“ sei, „in Anbetracht eines mitunter schweren Lebensweges“ sagen zu können, „immer von Freude getragen“ worden zu sein.

Vertrieben

Geboren 1936 in Neundorf/Grafschaft Glatz (Schlesien) als eines von neun Kindern wurden Franz Jung und seine Familie 1946 aus ihrer Heimat vertrieben. Geprägt von der frühen Entwurzelung engagierte sich Jung bereits während seines Theologiestudiums 1958 in Münster und München in der katholischen Jugendarbeit der Grafschaft Glatz, zu deren Großdechant der Prälat 1983 von der deutschen Bischofskonferenz ernannt wurde und der er bis heute tief verbunden ist. Jung gab dieser Verbundenheit Ausdruck, indem er den Festgottesdienst in einem von der Glatzer Jugend besticktem Messgewand hielt.

Viele Gäste

Entsprechend zahlreich waren auch die Gäste - darunter Nuntius Erzbischof Dr. Erwin Ender aus Rom, der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Dr. Alexander Hoffmann sowie Ordensvertreter, Familienmitglieder, Geistliche und Wegbegleiter, von denen manche aus der früheren Grafschaft Glatz in Polen der Einladung zum Priesterjubiläum in Münster gefolgt waren.  

Viele Gemeinden

 Jung war in vielen Gemeinden und Seelsorgeeinheiten tätig, doch als besonderen Höhepunkt seiner Berufung im Dienste der Heimatvertrieben bezeichnete der ehemalige Pfarrer von St. Ägidii die Seligsprechung des Glatzer Jugend-Kaplans Gerhard Hirschfelder (1907-1942). Hirschfelder war aufgrund seines Einsatzes für junge Menschen in der katholischen Kirche ins Konzentrationslager Dachau deportiert und dort von Nationalsozialisten ermordet worden. 2010 war der frühere Diözesanjugendseelsorger im Dom zu Münster selig gesprochen worden.  

Grossdechant_Franz_Jung_28.06.2014_11-09-13

 Mit einem ebenso herzlichen wie heimatlichen „Vergelt's Gott“ dankte Jung allen Gratulanten, insbesondere dem Ensemble „Chor und Orchester der Grafschaft Glatz“, das den Festgottesdienst sowie den anschließenden Empfang in der Hiltruper Stadthalle musikalisch gestaltete. „Und wenn meine Tage hier zu Ende gehen, machen wir Glatzer im Himmel beim lieben Gott weiter“, beschloss der 78-Jährige Jubilar die offiziellen Feierlichkeiten.

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