Wie geht es weiter in Handorf?
Neubau der JVA: Kein Beschluss in diesem Jahr

Münster -

Wird das Verteidigungsministerium die erforderliche Fläche des Truppenübungsplatzes für die neue Justizvollzugsanstalt verkaufen? Eine konkrete Auskunft dazu kann es nach Informationen unserer Zeitung noch gar nicht geben, weil der Bund offiziell noch gar nicht involviert ist.

Dienstag, 01.07.2014, 09:07 Uhr

Eine Bürgerinitiative wünscht sich, dass der JVA-Neubau auf dem Gelände der Lützow-Kaserne in Handorf errichtet wird 
Eine Bürgerinitiative wünscht sich, dass der JVA-Neubau auf dem Gelände der Lützow-Kaserne in Handorf errichtet wird  Foto: flo

Das Land Nordrhein-Westfalen möchte auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Handorf eine Justizvollzugsanstalt bauen – und das Verteidigungsministerium weiß nichts davon oder wird das Gelände möglicherweise gar nicht verkaufen?

Derlei Spekulationen schießen derzeit mächtig ins Kraut. Nach Informationen unserer Zeitung kann es eine verbindliche Auskunft des Bundes, genauer gesagt der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), in dieser Angelegenheit noch gar nicht geben, da noch gar keine offizielle Anfrage des Landes vorliege, so ein Informant.

Für das Land wiederum werde der Vorgang erst formell, wenn die Stadt Münster ihr „gemeindliches Einvernehmen“ erklärt habe und sich überdies der Regionalrat der Bezirksregierung Münster mit dem Vorgang beschäftigt habe, heißt es weiter. Ein offizieller Beschluss in dieser Angelegenheit wird für dieses Jahr nicht mehr erwartet.

Sobald der Planungsstand zum Neubau der JVA Münster für das Düsseldorfer Justizministeriums einen bestimmten Grad der Verbindlichkeit erreicht hat, wird der Bund eingeschaltet. Der Bund wiederum, so ist zu hören, mache seine Entscheid nicht zuletzt vom Votum des Standortältesten der Bundeswehr in Münster abhängig.

Inzwischen hat sich eine Bürgerinitiative um den ÖDP-Ratsherrn Franz Pohlmann gebildet. Sie möchte, dass der JVA-Neubau auf dem Gelände der Lützow-Kaserne in Handorf errichtet wird.

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