„Explorado Abenteuer Campus“
Ballon trägt Kinderwünsche in 35 Kilometer Höhe

Münster -

So ein Stratosphärenballon kommt richtig hoch: 35 Kilometer etwa. Beim „Explorado Abenteuer Campus“ wurde jetzt ein solcher Ballon gestartet. An Bord: Die Aufzeichnung von etwa 2000 Kinderwünschen.

Montag, 21.07.2014, 00:07 Uhr

Der dicke Ballon steigt höher auf als alle anderen: 2000 Kinder haben ihm ihre guten Wünsche mitgegeben.
Der dicke Ballon steigt höher auf als alle anderen: 2000 Kinder haben ihm ihre guten Wünsche mitgegeben. Foto: Tarkan Bagci

Konzentriert verfolgt die kleine Julia den Aufstieg des riesigen Gasballons. Er führt eine kostbare Fracht mit sich: Die Sprachaufnahmen von über 2000 Kinderwünschen. Ihrer ist auch dabei. Vier Wochen lang hatte sie wie alle anderen Kinder Zeit, ihren persönlichen Wunsch in eine Box auf dem „ Explorado Abenteuer Campus “ einzusprechen.

„Ich habe mir gewünscht, dass es keinen Krieg mehr auf der Welt gibt“, erzählt die Fünfjährige verstohlen. Andere Kinder haben sich gewünscht, für einen Tag ein Tiger zu sein, hexen zu können oder das neue Lego-Star-Wars-Set geschenkt zu bekommen. Nun werden all diese Wünsche auf dem Weg in den Orbit abgespielt. 35 Kilometer hoch soll der Ballon mit den Wünschen fliegen.

Mit an Bord ist auch die Kuscheltier-Ausgabe von Hase Felix. Er passt auf, dass alles gut geht. Die Maskottchen-Ausgabe hingegen bleibt am Boden bei den Kindern. Außerdem wird der Ballon von einer Flugdrohne begleitet, die den Aufstieg per Kamera für die Zuschauer am Boden festhält. Weitere drei Kameras an Bord des Ballons sollen das Spektakel ebenfalls einfangen.

Der „ Explorado Abenteuer Campus“ ist ein Abenteuer- und Wissenspark, der zusammen mit der Uni Münster errichtet wurde. An zahlreichen Stationen sollen naturwissenschaftliche Phänomene interaktiv erlebt und verstanden werden.

Der Ballonflug mit den Kinderwünschen war ein Highlight, wie Benedikt Niederschmid erklärt: „Es geht darum, über sich selbst und seine Umwelt nachzudenken. Der Ballonflug vereint das auf eine sehr spektakuläre Weise.“ Auch Rektorin Ursula Nelles ist begeistert: „Viele Kinder werden noch heute Abend darüber nachdenken, wie es dem Felix geht, wie der Ballon überhaupt so hoch fliegen konnte und warum er dann ganz oben zerplatzt. Und genau das brauchen wir: Kinder die sich Gedanken machen und Fragen stellen.“

Ich habe mir gewünscht, dass es keinen Krieg mehr auf der Welt gibt

Julia (5)

Die letzte Frage beantwortete sie den Kindern gleich selbst. Kurz vor dem Start ergriff sie das Mikro und beschrieb die Auswirkungen des Luftdrucks, der den Ballon dazu bringt, einen Durchmesser von rund zehn Metern einzunehmen und schließlich zu zerplatzen.

Die Wünsche und Filmaufnahmen fallen danach aber nicht einfach ungeschützt auf die Erde zurück. Sie segeln stattdessen mit einem Fallschirm sanft wieder herunter. „Und der Hase Felix?“, fragt eines der Kinder besorgt. Auch der komme unbeschadet wieder an.

Der Abenteuer-Campus ist noch bis zum 17. August an der Hittorfstraße 56 in Betrieb. Auch die Filmaufnahmen vom Ballonflug kann man dort noch ansehen.

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