Bundeswehr will sich nicht von ihrem Gelände trennen
JVA-Neubau droht zu scheitern

Münster -

Paukenschlag: Der avisierte Neubau einer Justizvollzugsanstalt auf dem Truppenübungsplatz Handorf-Ost droht zu scheitern.

Montag, 21.07.2014, 11:07 Uhr

 
  Foto: Oliver Werner

Die Bundeswehr wird kein Gelände für einen JVA-Neubau abgeben, hieß es am Vormittag zu Beginn einer Pressekonferenz der Bundeswehr in Münster-Handorf. Weder der Truppenübungsplatz Handorf-Ost noch das Kasernengelände selbst komme für einen Gefängnis-Bau in Frage, hieß es weiter. Die Information stammt vom Kasernenkommandanten Oberstleutnant Dr. Heiner Bröckermann . „Es ist aber nun deutlich geworden, dass die Bundeswehr definitiv keinen Quadratmeter ihres Geländes in Handorf für den Bau der neuen Justizvollzugsanstalt Münster zur Verfügung stellen wird“, so Bröckermann in seiner Stellungnahme.

Auf dem rot schraffierten Gelände sollte nach den bisherigen Plänen die neue JVA gebaut werden.

Auf dem rot schraffierten Gelände sollte nach den bisherigen Plänen die neue JVA gebaut werden.

Damit scheinen die bisherigen Planungen Makulatur zu sein. Bislang hatte der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes immer darauf verwiesen, dass noch keine offizielle Anfrage an die Bundeswehr gestellt worden sei, dass aber der Standortälteste grundsätzlich sein Einverständnis signalisiert habe. Diese Hoffnung jedoch, so betonte der Kasernenkommandant ausdrücklich, entspreche „nicht der ministeriellen Position der Bundeswehr.“

Bereits mehrfach hatte sich das Bundesverteidigungsministeriums gegen JVA-Pläne in Handorf geäußert. Vertreter von Stadt und Land hatten anschließend jedesmal versichert, diese hochoffizielle Haltung aus Berlin habe mit der Planungswirklichkeit vor Ort nicht viel zu tun.

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