Beschwerde gegen die Stadt
Neuer Vorstoß für Countdown-Ampel

Münster -

Patrick Werner vom Verkehrsclub Deutschland drängt weiter auf die Einführung einer Countdown-Ampel in Münster. Weil er die Ablehnung der Stadt nicht für stichhaltig hält, hat er jetzt Beschwerde eingelegt.

Dienstag, 22.07.2014, 12:07 Uhr

Die sogenannte Countdown-Anzeige, die Autofahrern sagen soll, wie viele Sekunden sie bis zur nächsten Grün-Phase warten sollen, gibt es in Münster bislang nicht.
Die sogenannte Countdown-Anzeige, die Autofahrern sagen soll, wie viele Sekunden sie bis zur nächsten Grün-Phase warten sollen, gibt es in Münster bislang nicht. Foto: dpa

Der Münsteraner Patrick Werner , Sachkundiger Einwohner im Planungsausschuss und Vorstandsmitglied im Kreisverband Münster des Verkehrsclubs Deutschland ( VCD ), hat eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Münster bei der Bezirksregierung Münster eingereicht.

Anlass ist die vom VCD angeregte Einführung sogenannter Countdown-Anzeigen an Ampeln. Sie sollen anzeigen, wie viele Sekunden Autofahrer an einer roten Ampel noch bis Grün warten müssen. Die Anzeige soll Autofahrer animieren, den Motor auszustellen. Dies könnte helfen, den Ausstoß von Luftschadstoffen zu minimieren.

Als letzte politische Instanz hat der Hauptausschuss im Februar 2014 diesen Antrag abgelehnt. Er folgte damit einem Vorschlag der Stadtverwaltung, die zuvor in einer Stellungnahme auf die Probleme derartiger Anlagen hingewiesen hatte.

In dem bereits im Mai 2013 erstellten Ratspapier heißt es unter anderem, „dass Countdown-Anzeigen sich nicht ohne Weiteres in moderne Lichtsignal-Systeme mit verkehrsabhängig variablen Grün- und Rotzeiten integrieren lassen, da für die richtige Countdown-Anzeige Festzeitabläufe benötigt werden“.

Einfach ausgedrückt: Eine Restlaufanzeige funktioniert nur, wenn die Rot- und Grün-Intervalle an Ampeln genau festgelegt sind.

Im Frühjahr 2013 wurde aber noch intensiv über die sogenannte „adaptive Ampelsteuerung“ in Münster diskutiert. Per Computer sollten Rot- und Grün-Zeiten per Computer immer wieder neu berechnet werden, um so die Verkehrsabläufe zu optimieren.

Von eben diesem Konzept hat sich die Stadtverwaltung inzwischen aber verabschiedet, weil der Erfolg ausgeblieben ist.

Patrick Werner sieht deshalb den Moment für gekommen, um wieder an die Countdown-Anzeige zu erinnern. Wie aus seinem Beschwerdebrief hervorgeht, hat er bislang aber keine Antwort erhalten. Seine Beschwerde dient deshalb dem Ziel, „die Verwaltung der Stadt Münster zu einer qualifizierten Stellungnahme anzuhalten“.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass bei der Ablehnung der vom VCD geforderten Anzeigen nicht nur die Ampelschaltungen, sondern auch die hohen Kosten und fehlende Erfahrungswerte angeführt wurden.

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