Kommentar zur JVA-Schlappe
Streit ohne Gewinner

Die JVA-Baupläne für Handorf wurden vor über einem Jahr verkündet, jetzt stoppt die Bundeswehr das Projekt. Für die Suche nach Alternativ-Standorten, ohnehin ein sehr sensibles Thema, ist Schlimmes zu befürchten.

Mittwoch, 23.07.2014, 08:07 Uhr

Im Mai 2013 wurde mit großer medialer Reichweite verkündet, dass der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) im Auftrag des Düsseldorfer Justizministeriums ein neues Gefängnis auf dem Truppenübungsplatz in Handorf bauen möchte.

14 Monate später, im Juli 2014, verkündeten zwei Vertreter der Bundeswehr – wiederum in dem Bewusstsein der damit verbundenen Schlagzeilen –, dass die erforderlichen Flächen überhaupt nicht zur Verfügung stehen.

Diese Absurdität lässt nur zwei Schlussfolgerungen zu: Entweder die Bundeswehr ist mit den Münsteranern und dem BLB Schlitten gefahren. Oder aber der BLB ist mit einer beängstigenden Naivität an das Projekt herangegangen. Möglicherweise liegt die Wahrheit in der Mitte.

Für die weitere Gefängnis-Planung, ohnehin ein sehr sensibles Thema, ist Schlimmes zu befürchten. Jede weitere Debatte steht zwangsläufig im Schatten der Handorf-Debatte, jeder weitere Standort-Kritik wird künftig in dem Satz münden: Warum hier und nicht in Handorf?

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