Stellungnahme des Vereins zu neuen Sicherheitsmaßnahmen
Brisanter Start in die Saison

Münster -

Nachdem der SC Preußen Münster in der vergangenen Woche seinen Maßnahmenkatalog vorgestellt hat, hagelte es zum Teil Kritik aus der Fanszene. Gleichzeitig kommt zum Saisonstart Arbeit auf die Sicherheitskräfte zu.

Donnerstag, 24.07.2014, 08:07 Uhr

Vor allem das Abbrennen von Pyrotechnik – wie hier beim Spiel gegen Duisburg – will der SCP verhindern.
Vor allem das Abbrennen von Pyrotechnik – wie hier beim Spiel gegen Duisburg – will der SCP verhindern. Foto: Peperhowe

Der Auftakt in die neue Drittliga-Saison beschert den Sicherheitsbehörden eine Menge Arbeit. Mit Hansa Rostock wird am Sonntag (Anpfiff: 14 Uhr) ein Verein in Münster zu Gast sein, dessen Fans zum Teil mit den Preußen-Anhängern „verfeindet sind“, wie Gaby Grollmann vom Ordnungsamt betont. Der Arbeitersamariterbund, der mit 33 Helfern vor Ort sein wird, spricht von einem „Brisanzspiel“. Die Polizei kündigt an, wie immer bei solchen Begegnungen die Fans beider Lager „konsequent zu trennen“.

Rund 1200 bis 1500 Fans aus Rostock werden laut Grollmann am Sonntag gegen 12 Uhr mit einem Sonderzug im Hauptbahnhof eintreffen. In Bussen oder zu Fuß werden sie zum Stadion weiterziehen, die Polizei werde sie begleiten. Obwohl Grollmann ein „erhöhtes Risiko“ sieht, geht sie davon aus, „dass der Verein alles tut, damit es ein schönes Spiel wird“. So fordert der Arbeitskreis Stadionsicherheit, dem unter anderem Ordnungsamt und Polizei angehören, vom SC Preußen , bei „Brisanzspielen“ nicht mehr als 14 300 Zuschauer ins Stadion zu lassen. So werde laut Polizei sichergestellt, dass die Rettungswege nicht blockiert werden.

Unterdessen hat der SC Preußen seine Sicherheitsmaßnahmen etwa wie den Fahnenpass gegenüber den Fans erneut verteidigt. Der Arbeitskreis Stadionsicherheit sei vom DFB „dringend und ultimativ“ aufgefordert worden zu handeln, heißt es in einer Mitteilung. In den vergangenen zwei Jahren habe es 27 Vorfälle mit pyrotechnischen Gegenständen gegeben, damit liege der Verein bundesweit an der Spitze sämtlicher Profivereine. Daraufhin musste der SC Preußen Strafen in Höhe von 60 000 Euro an den DFB überweisen, er stehe nun bei DFB, Polizei und Ordnungsbehörden „unter strenger Beobachtung“, heißt es weiter.

Auch nachdem es trotz dieser Gespräche zu Verstößen gekommen war, habe sich der Verein weiterhin gegenüber den Fans gesprächsbereit gezeigt und für deren Belange engagiert. Zudem habe sich der Sicherheitsbeauftragte des SC Preußen, Roland Böckmann, „intensiv“ um den Dialog mit den Ultragruppierungen bemüht, betont der Verein.

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