Modelleisenbahn im Bahnhof abgebaut
Die Züge sind abgedampft

Münster -

Die Modelleisenbahn stand mindestens 43 Jahre im münsterischen Hauptbahnhof, jetzt wurde das Modell abgebaut und verpackt. Die Kartons stehen bei eienr Düsseldorfer Firma, die bundesweit 25 solcher Anlagen betreibt. Gerne würde die Firma das Modell nach dem Bahnhofsumbau wieder in Münster aufstellen.

Freitag, 25.07.2014, 14:07 Uhr

Eine kleine Fantasie-Welt mit vier Zügen präsentierte das Düsseldorfer Unternehmen Ehret über vier Jahrzehnte im münsterischen Hauptbahnhof. Der bevorstehende Umbau erforderte jedoch jetzt den Abbau der Anlage.
Eine kleine Fantasie-Welt mit vier Zügen präsentierte das Düsseldorfer Unternehmen Ehret über vier Jahrzehnte im münsterischen Hauptbahnhof. Der bevorstehende Umbau erforderte jedoch jetzt den Abbau der Anlage. Foto: Matthias Ahlke

Die Züge sind pünktlich abgedampft. Die kleinen Häuschen in Einzelteile zerlegt. Alles ist Vergangenheit. Die Modelleisenbahn aus dem münsterischen Hauptbahnhof liegt längst verpackt in mehreren Kartons bei der Firma Werner Ehret  & Co. KG“ in Düsseldorf . Der jetzt bald startende Umbau des münsterischen Hauptbahnhofs erforderte den Abbau der Anlage, die 43 Jahre im Hauptbahnhof gestanden hat – zunächst in der Haupthalle, später im Seitentunnel.

Michael Hansen von der Firma Ehret hofft, dass die Modelleisenbahn nach dem Umbau des Bahnhofs trotz aller Vermietungspläne wieder zurückkehren darf. „Nach Münster würden wir gerne zurückkommen“, sagt der Techniker, „vorausgesetzt, die Miete ist bezahlbar“. Das Unternehmen konkurriert mit Drogerieketten und Fast-Food-Betrieben.

Das Eisenbahnmodell im Bahnhofsdurchgang begeisterte über Jahrzehnte sowohl Kinder als auch Erwachsene gleichermaßen. Pendler waren weniger interessiert, aber Reisende, die auf ihren Zug warteten.

Umbau: Modelleisenbahn im Bahnhof muss „abdampfen“

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  • Eine kleine Fantasie-Welt mit vier Zügen präsentierte das Düsseldorfer Unternehmen Ehret über vier Jahrzehnte im münsterischen Hauptbahnhof. Der bevorstehende Umbau des Bahnhofs erforderte jedoch jetzt den Abbau der Anlage. Foto: Matthias Ahlke
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  • Eine kleine Fantasie-Welt mit vier Zügen präsentierte das Düsseldorfer Unternehmen Ehret über vier Jahrzehnte im münsterischen Hauptbahnhof. Der bevorstehende Umbau des Bahnhofs erforderte jedoch jetzt den Abbau der Anlage. Foto: Matthias Ahlke

2,60 Meter lang und 1,60 Meter breit war die Platte unter Glas, auf der im münsterischen Bahnhof per Knopfdruck vier Züge fuhren. Pünktlich und ungewohnt preiswert bewegten sich die Loks.

Anfänglich ging es für zehn Pfennige rund, zuletzt kosteten zehn Fahrten mit einem der vier Züge einen Euro. Am Schaltpult wurden ein ICE, ein D-Zug, ein Güter- oder ein Personenzug in Bewegung gesetzt werden.

In 25 Bahnhöfen bundesweit steht heute noch eine solche Anlage der Firma Ehret. In Leipzig, sagt Michael Jansen, sind gleich zwei Anlagen in Betrieb. Insgesamt lagert das Unternehmen in Düsseldorf 30 solcher vorgefertigten Platten.

Die Idee der Modelleisenbahn unter Glas und mit einem Geldautomaten bestückt hatte in den 1960er Jahren Firmengründer Werner Ehret. Er testete die Züge zunächst in seiner Heimat Düsseldorf, dann startete er durch.

„Eine Modelleisenbahn lief schon damals gut“, sagt Michael Hansen. Das sollte so bleiben. Alle sechs bis acht Jahre tauschten die Düsseldorfer auch in Münster die Platte mit den Miniaturhäuschen, den Bergen und Menschen aus und baute die Fantasie-Landschaften und -Städte neu auf, erklärt der Techniker. Alle drei Monaten inspizieren Michael Hansen und sein Kollege, Dieter Borowski, zudem jede ihrer Modellanlagen, um Fehler zu beheben, Weichen zu stellen oder entgleiste Züge aufzurichten.

„Das Interesse an solchen Modellanlagen stirbt nie“, davon ist Michael Hansen überzeugt, der trotz seiner Berufstätigkeit im Modellbau nach wie vor noch selbst begeisterter Modellbauer ist.

Eine solche Eisenbahnlandschaft, wie sie in Münster gestanden hat, ist aber nur ein Standbein der Firma Ehret, die sich sonst auch mit anderen Automaten beschäftigt und Geld verdient.

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