Fall Moslemabadi
SPD kritisiert Abschiebung und fordert Aufklärung

Münster -

Die Abschiebung der Familie Moslemabadi schlägt weiter Wellen. Die SPD nannte den Fall im Rat „nicht gerade ein Aushängeschild für eine humane Flüchtlingspolitik“ und forderte Aufklärung.

Montag, 28.07.2014, 07:07 Uhr

„Menschen nachts zu wecken, um sie mit großem Polizeiaufgebot abzuschieben, ist nicht gerade ein Aushängeschild für eine humane Flüchtlingspolitik “, stellt Petra Seyfferth , sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster fest.

Die Stadt handelte zwar gesetzeskonform, es stelle sich jedoch die Frage, ob alle Möglichkeiten, die die Stadt hinsichtlich eines humaneren Vorgehens habe, ausgeschöpft worden seien. Das aktuelle Vorgehen steht für die SPD im eklatanten Widerspruch. Die zuständigen Stellen in der Stadt werden aufgefordert, darzulegen, wieso im Falle der Familie Moslemabadi ein solch drastisches Vorgehen ohne Rücksicht auf die gesundheitliche Situation der Familienmitglieder und auf die Integrationsschritte in Gievenbeck gewählt worden sei. Darüber hinaus solle ein Konzept entwickelt werden, vergleichbare Vorgänge zu verhindern.

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