Notunterkünfte nach der Flut
Ersatzwohnung in Britenhäusern

Münster -

Nach der Flut sucht die Stadt – auch gemeinsam mit großen Wohnungsunternehmen – nach Notwohnungen für Münsteraner, die durch das Wasser obdachlos geworden sind

Dienstag, 05.08.2014, 08:08 Uhr

Am Muckermannweg sind schon Menschen eingezogen, die durch die Flut obdachlos geworden sind.
Am Muckermannweg sind schon Menschen eingezogen, die durch die Flut obdachlos geworden sind. Foto: Werner

Mindestens 600 Wohnungen sind durch die Flut unbewohnbar, etwa 50 Menschen haben sich bei der Stadt gemeldet, die nun ohne eine Bleibe sind.

Am Muckermannweg in Gievenbeck hat die Stadt kurzfristig einige leerstehende ehemalige Häuser der britischen Armee zur Verfügung gestellt. Eine Familie ist nach Auskunft des Sozialamtes bereits dort eingezogen. Außerdem vermittelt die Stadt in diversen Stadtteilen vorübergehend Unterkünfte, um den obdachlos Gewordenen übergangsweise zu helfen.

Viele von ihnen suchen aber nun nach der Flut in Souterrain- oder Kellerwohnungen generell eine neue Wohnung, wie etwa ein junge Pärchen, das demnächst Nachwuchs erwartet und auf der Facebook-Seite „Regen in Münster “ seinen Wohnungswunsch gepostet hat.

Bei der Wohn- und Stadt-Bau haben sich bisher eine Handvoll Münsteraner gemeldet, die nach der Flut kurzfristig Wohnraum suchen, berichtet Martin Waltering , Mitarbeiter des städtischen Wohnungsunternehmens . Ähnlich sieht es bei der LEG aus, die in Münster zahlreiche Wohnungen vermietet. „Aktuell haben wir keine freien Wohnungen“, sagt LEG-Sprecherin Kathrin Jansing. Flutopfer würden aber ganz oben auf die Warteliste gesetzt. Am heutigen Dienstag beraten die großen Wohnungsunternehmen zusammen mit der Stadt, wie den Obdachlosen nach der Flut wirksam geholfen werden kann.

Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist bekanntlich ohnehin in Münster schwierig. Die Stadt muss monatlich etliche Dutzend neue Flüchtlinge unterbringen und berichtete schon vor den Sommerferien, allmählich an die Kapazitätsgrenzen zu gelangen. Nun sind sogar einige der Häuser, in denen Flüchtlinge wohnen, geflutet worden. Dem Ersuchen der Stadt, vorübergehend weniger Menschen aufnehmen zu dürfen, sei nicht stattgegeben worden, hieß es gestern beim Sozialamt.

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