15 Jahre Johannes-Hospiz
Tod gehört zum Leben

Münster -

Mit einem Tag der offenen Tür feiert das Johannes-Hospiz Münster am 30. August sein 15-Jähriges Bestehen.

Dienstag, 12.08.2014, 18:08 Uhr

Treffpunkt Garten: Dort soll 15-jährige Bestehen des Johannes-Hospizes gefeiert werden. Zum Tag der offenen Tür laden (v.l.) Michael Roes, Ines Bookjans, Ludger Prinz und Sabine Lütke Schwienhorst ein.
Treffpunkt Garten: Dort soll 15-jährige Bestehen des Johannes-Hospizes gefeiert werden. Zum Tag der offenen Tür laden (v.l.) Michael Roes, Ines Bookjans, Ludger Prinz und Sabine Lütke Schwienhorst ein. Foto: ide

Der Tod gehört zum Leben. Jeder weiß es – und dennoch: Das Thema Sterben wird oftmals ausgeblendet, bewusst verdrängt, lieber weggeschoben. Oder doch nicht? Mitglieder vom Placebo-Theater und Schüler des Hansa-Kollegs haben da – teilweise – auch ganz andere Erfahrungen gemacht. Bei einer Umfrage, die als O-Ton-Collage zum 15-jährigen Bestehen des Johannes-Hospizes gezeigt wird, haben sie Menschen auf Münsters Markt interviewt und zum Thema Tod, Sterben, Hospiz und Gestaltung der letzten Lebensphase angesprochen. Die Ergebnisse, sagt Ines Bookjans von Placebo seien teilweise sehr überraschend, sehr überlegt und auf jeden Fall sehr spannend gewesen. Wer diesen Beitrag sehen möchte, der sollte sich den 30. August (Samstag) vormerken: An dem Tag lädt das Johannes-Hospiz am Hohenzollernring 66 alle Interessierten ein, sich beim Tag der offenen Tür selbst ein Bild von der Einrichtung zu machen, die seit der Gründung vor 15 Jahren etwa 1400 Menschen in den letzten Monaten ihres Lebens begleitet hat.

Zehn Plätze hat das Haus, informiert Hospizleiter Michael Roes , der neben den Hauptamtlichen auch auf einen Kreis von rund 55 engagierte Ehrenamtlichen bauen kann. Während am Vormittag mit rund 100 geladenen Gästen ganz offiziell das 15-jährige Bestehen in den Blickpunkt gerückt wird, sind ab 13 Uhr alle Menschen willkommen, die sich für das Leben im Hospiz interessieren. Musik vom Jürgen-Bleibel-Trio, ein Film-Rückblick über die Entwicklung des Hauses, das seit 2012 auch über einen neuen Anbau verfügt, eine Weinprobe, Büchertisch und Vorträge von Dr. Andreas Stähli , der weltweit schon viele Hospize besucht hat, stehen auf dem Programm, das bis 18 Uhr ermöglicht, Haus und Garten der Einrichtungen kennenzulernen.

Und natürlich sind Spenden willkommen. Denn eins hat sich in den 15 Jahren des Bestehens nicht verändert: Das Hospiz muss jährlich einen Eigenanteil von 350 000 Euro zur Finanzierung aufbringen.

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