Zwölf Bieter für Stadtwerke-Areal
Großes Interesse an Hafengrundstück

Münster -

Das Interesse bei Architekten und Investoren, die verbleibende Fläche am Hafenbecken zwischen dem Kreativkai und dem Kuhr-Speicher zu bebauen, ist offenbar riesengroß. Zumindest Teile der Osmo-Hallen könnten erhalten bleiben.

Mittwoch, 03.09.2014, 08:09 Uhr

Hafen von oben
Im Mittelpunkt des Interesses steht aktuell das Stadtwerke-Grundstück direkt an der Hafenkante. Foto: Norbert Piontek

Nach Informationen unserer Zeitung sind zwölf Interessenten bei dem laufenden Investorenwettbewerb in die engere Wahl gekommen. Betreut wird der Wettbewerb von einem Hamburger Büro. Die Flächen, die überplant werden sollen, gehören aktuell den Stadtwerken Münster und sind Teil des brach liegenden Osmo-Areals. Das "Heaven", das seit fast einem Jahrzehnt in den ehemaligen Osmo-Hallen beheimatet ist, plant einen Umzug auf die Südseite des Hafens .

Konzepte mit Nutzung der Osmo-Hallen

Zur Überraschung vieler Beobachter haben Investoren und Architekten unter anderem auch Pläne vorgelegt, die den bisherigen Hallencharakter des Geländes berücksichtigen. So liegen Konzepte vor, Teile der Hallen zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Teilweise geht es auch darum, Elemente aus den Hallen-Konstruktionen in neue Gebäude zu integrieren.

Im Mittelpunkt des Interesses steht aktuell das Stadtwerke-Grundstück direkt an der Hafenkante.

Im Mittelpunkt des Interesses steht aktuell das Stadtwerke-Grundstück direkt an der Hafenkante.

Nach heftigen Debatten hatte der Rat der Stadt Münster bei der Auslobung des Wettbewerbs darauf verzichtet, den Erhalt mindestens einer Halle zwingend vorzuschreiben. Kritiker dieser Regelung hatten darauf hingewiesen, dass die Hallen marode seien und deshalb entsprechende Vorgaben den Wettbewerb beeinträchtigen könnten.

Gleichwohl wurde festgelegt, dass eine Berücksichtigung der industriellen Vergangenheit des Areals die Wettbewerbschancen erhöhen. Wie zu hören ist, haben viele Bieter diese Anregung aufgegriffen.

Konflikt absehbar?

Geplant ist, auf der Stadtwerke-Fläche direkt am Wasser vorrangig Büros und Gewerbe unterzubringen. Die Investorengemeinschaft Deilmann/Kresing möchte auf dem dahinter liegenden Gelände bis zur Schillerstraße ein Wohnquartier schaffen.

Unklar ist derzeit noch, ob sich zwischen den an der Wasserkante geplanten Dienstleistungsgebäuden und dem benachbarten Wohnquartier ein Konflikt ergeben könnte. Insider schließen nicht aus, dass es dazu kommt.

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