Fotomontagen
Münsteraner schaukelt über Manhattan

Münster -

Mit schwindelerregender Foto-Kunst hat Lukas Zischke sich einen Namen gemacht. Er schaukelt über den Straßenschluchten Manhattans oder steht auf einem kleinen Vorsprung hoch oben am Eiffelturm. Natürlich nur per Montage, aber die Bilder des gebürtigen Münsteraners sind so beeindruckend, dass sie schon in der Londoner „Times“ abgedruckt wurden.

Donnerstag, 04.09.2014, 10:09 Uhr

Das Foto ist einfach nur schwindelerregend. Ganz oben auf dem Eiffelturm, in mehr als 320 Metern Höhe, steht eine Person, nur wenige Millimeter trennen ihre Füße vom sicheren Tod. Würde sich diese Person bewegen. . .

„Es gibt Leute, die haben mich im Internet für das Foto beschimpft“, erzählt Lukas Zischke. Wie habe er nur so leichtsinnig sein können, so der Vorwurf. Dabei handelt es sich bei dem Bild nur um eine Fotomontage. Lukas Zischke – ihm gehören die Füße – hat nie auf dem Eiffelturm gestanden, erst recht nicht an der Stelle, die zu sehen ist. Selbst Paris hat er noch nie gesehen. Das Foto ist ein Produkt seiner Fantasie, entstanden mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogramms am heimischen Computer.

„Mittlerweile ist das Bild drei Millionen Mal geklickt worden“, berichtet der 20-Jährige, der am Adolph-Kolping-Berufskolleg soeben eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten erfolgreich beendet hat und nun auf den Beginn einer Ausbildung zum Mediengestalter wartet. Sie soll 2015 starten.

Abdruck in der „Times“

Nicht nur die Internet-User sind von seinen atemberaubenden Montagen begeistert – die Londoner Tageszeitung „The Times“ hat kürzlich gleich mehrere Aufnahmen von Lukas Zischke abgedruckt. Eine zeigt ihn auf einer Schaukel weit oben über den Wolkenkratzern von Manhattan.

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Lukas Zischke im Internet: http://lukaszischke.de ; Facebook: www.facebook.com/zischkelukas ; Instagram: http://lukaszischke.de/instagram

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Auf Facebook hat der gebürtige Münsteraner inzwischen mehr als 25 000 Anhänger – Tendenz steigend. Das ist der Lohn für ein Hobby, das ihn eine Menge Zeit kostet. „Bis zu drei Stunden sitze ich an einer Fotomontage“, erzählt der 20-Jährige. Auf Internet-Plattformen wie Flickr sucht er sich faszinierende Aufnahmen, die als Hintergrund für seine Montage dienen. „Natürlich hole ich mir die Genehmigung der User ein, die sie online gestellt haben“, versichert Zischke. Danach fertigt er das passende Foto von sich an. Die Schaukel-Szene hat seine Schwester fotografiert – exakt aus dem gleichen Winkel, der der Perspektive der Luftaufnahme aus Manhattan entspricht. Das hinzukriegen, sei viel Arbeit, sagt Zischke. „Aber am Ende ist immer mindestens ein Bild dabei, das sich für die Montage eignet.“

Der Fotokünstler betont, dass es sich bei seinem Hobby „nicht um eine reine Spielerei“ handele. Vielmehr wolle er eine Illusion erzeugen und die Betrachter zum Nachdenken anregen: echt – oder nicht echt? Würde er sich denn auch in der Realität in so luftiger Höhe auf eine Schaukel setzen? „Ich bin schwindelfrei“, sagt er. „Über Hochhäusern die Füße baumeln lassen – das ist doch toll!“

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