1100 Mädchen und Jungen feiern auf dem Domplatz
Kinderparty für den Frieden

Münster -

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich am Donnerstag zwölf Schulen zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden.

Donnerstag, 04.09.2014, 16:09 Uhr

Das Werk der Kinder: Zum Abschluss des Kinder-Friedenstreffens malen die Schüler Botschaften des Friedens auf die Pflastersteine. 1100 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen sorgten für ein beeindruckendes Spektakel.
Das Werk der Kinder: Zum Abschluss des Kinder-Friedenstreffens malen die Schüler Botschaften des Friedens auf die Pflastersteine. 1100 Schülerinnen und Schüler aus zwölf Schulen sorgten für ein beeindruckendes Spektakel. Foto: Oliver Werner

Es ist eine herrliche Atmosphäre auf dem Domplatz : Am Donnerstagmorgen singen, tanzen, hüpfen und springen über 1100 Kinder zu flotter und stimmungsvoller Musik. Bei strahlendem Sonnenschein treffen sich zwölf Schulen zum Kinder-Friedenstreffen, das erstmals im Jahr 1998 zum 350-jährigen Jubiläum des Westfälischen Friedens ausgetragen wurde. „Das Programm ist voll auf die Sorgen und Bedürfnisse der Kinder abgestimmt. Die Kinder sollen ihre Friedenswünsche äußern“, erklärt Organisatorin Rixa Borns .

Bereits Anfang des Jahres plante Borns mit Vertretern aller Grund- und Förderschulen das diesjährige Friedensfest. In den letzten Wochen kümmerten sich die Lehrer der einzelnen Klassen um die konkrete Vorbereitung: Sie übten mit den Kindern Lieder ein und malten Plakate, auf denen Friedenswünsche formuliert wurden. Jede Schule gestaltete ein Bild für das Friedensbuch, das in der Bürgerhalle des Rathauses ausgestellt ist.

Die Veranstaltung lebt vom Engagement der Lehrer und Schüler. Sabine Matzel , Schulleiterin der Johannisschule, nähte in ihrer Freizeit über 100 gelbe Halstücher, an denen ihre Schüler auf dem Domplatz zu erkennen sind. Sie erzählt, dass einige Kinder aus Krisen- und Spannungsgebieten kommen. „Wir haben das Thema Krieg und Frieden auch im Religionsunterricht behandelt. Die Kinder sollen intensiv darüber nachdenken.“

Konkrete Kinder-Friedenswünsche

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  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner
  • Zwölf Schulen versammelten sich am Donnerstag zum Kinder-Friedenstreffen auf dem Domplatz. Dort äußerten Mädchen und Jungen konkrete Wünsche nach Frieden. Foto: Oliver Werner

Für musikalische Unterhaltung sorgt die Band „Karibuni“, was auf Deutsch „Willkommen“ bedeutet. Musiker Pit Budde tritt auch in Schulen auf und freut sich, so viele bekannte Gesichter wiederzutreffen. Er hält Frieden für ein „Riesenthema“: „Wir müssen den Kindern die Idee der Völkerverständigung vermitteln. Das ist eine grundsätzliche Sache.“

Dann erscheint Oberbürgermeister Markus Lewe auf dem Domplatz. Ihm wird feierlich das überarbeitete Friedensbuch überreicht.

Unter den jubelnden Kindern ist auch Caspar Böttcher, der in die vierte Klasse der Matthias-Claudius-Schule geht. Der neunjährige Schüler berichtet von einer anstrengenden Vorbereitung: Er und seine Mitschüler trafen sich jeden Dienstag in der sechsten Stunde, um Lieder für den Frieden einzuüben. Doch jetzt ist er glücklich und malt mit seinen Mitschülern Friedenssymbole auf den Asphalt: „Heute war es sehr schön mit den vielen Kindern. Es hat wirklich sehr großen Spaß gemacht.“ Seine Freunde nicken zustimmend.

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