Studentenverbindung darf nicht im Rathaus feiern
CDU: Rot-grünes Spießertum

Münster -

Der Ratsbeschluss, der Studentenverbindung Rhenania den Festsaal des Rathauses nicht für eine Festveranstaltung zur Verfügung zu stellen, stößt auf heftige Kritik bei der CDU und der Jungen Union.

Montag, 15.09.2014, 11:09 Uhr

 
  Foto: Oliver Werner

Als eine „Politik der Engstirnigkeit“ bewertete der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Weber den Beschluss. Rot-Grün verstoße damit gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz.

Der von SPD und Grünen formulierte Maßstab, dass bei dieser Veranstaltung ein Geschlecht überwiege, gefährde eine Vielzahl von Veranstaltungen, so zum Beispiel das Kramermahl, das Dinner der Unternehmerinnen oder Tagungen von Religionsgruppen. „Das ist rot-grünes Spießertum .“ Die CDU wolle klare Vergabebedingungen statt politischer Zufallsmehrheiten. „Zuerst kommen die Bürger, dann der Rat“, so Weber in einer Presseerklärung.

Die Junge Union sprach in einer Pressemitteilung von einem „nicht hinnehmbaren Tabubruch“. Die Entscheidung von SPD und Grünen sei „undemokratisch“.

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