LWL-Eröffnung
Große Scharen drängen ins neue Landesmuseum

Das ging aber schnell: Punkt 19.30 Uhr öffnete Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold die Pforten des LWL-Museums für Kunst und Kultur. Schon eine Viertelstunde später befanden sich 650 Besucher im Foyer – und das Publikum strömte weiter herbei. Eindrücke vom Eröffnungsabend.

Samstag, 20.09.2014, 18:09 Uhr

Mit einer Kunst-Performance wurden die Besucher am Abend im Museum begrüßt.
Mit einer Kunst-Performance wurden die Besucher am Abend im Museum begrüßt. Foto: Jürgen Peperhowe

Schon vor der Tür wurde eifrig diskutiert. Hinsichtlich der Formensprache des Neubaus gab es auch abweichende Meinungen. „Das passt  nicht zueinander“, meinte etwa Roswitha Gülicher (82) aus der Aaseestadt , die seit vielen Jahrzehnten das Landesmuseum kennt und über ihren Vater, den Künstler Bernhard Weckermann , enge Beziehungen zur musealen Kultur pflegte. Genau gegenteiliger Meinung zeigte sich hingegen Marie-Luise Reuter aus Münster . „Ich bin begeistert, das fügt sich gut ein“, sagte sie über den markanten Bau mit seiner Spitze am Domplatz. „Ganz toll“, ergänzte Jutta Pralle, „ich muss sagen, das harmoniert wunderbar. Man fühlt sich  sofort heimisch.“ Diese beiden Damen hatten bereits früher an Führungen teilgenommen.

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Zahlreiche Menschen wollten am Samstag einen Blick ins neue Museum werfen. Foto: Hullmann

Am Ende einer ersten Besucherschlange stand Münsters früherer Oberbürgermeister und Regierungspräsident a. D. Dr. Jörg Twenhöven. Zunächst habe er angesichts der Gebäudespitze gedacht, was das denn solle, so erläuterte er im Gespräch. Als er dann bei einer Führung die Marienfigur in der Spitze des Museums gesehen habe und zugleich die Türme des Domes, überzeugte ihn das Konzept. „Dadurch wird direkt ein Bezug zum Dom hergestellt“, lobt Twenhöven, der sich bereits in drei Führungen dem neuen Museum näherte.

Auch eine junge Berlinerin fand sich unter den ersten Gästen im Foyer. Nadine Kunde (33) äußerte klare Vorstellungen: „Ich erwarte, dass es anders aussieht als in anderen Museen.“ Diese Hoffnung dürfte in 51 farbigen und kunstvoll inszenierten sowie dezent beleuchteten Räumen schnell erfüllt worden sein.

"Ein Glanzstück für Münster"

Während das Performance-Kollektiv „Fetter Fisch“ sich mit der Aktion „Mapping Museum“ in Szene setzte und gleich zu Beginn das prickelnde Thema „Aktmalerei“ darstellte, liefen viele Gäste bereits die Treppe zum Rundgang empor. „2100 Gäste auf einmal können wir verkraften.“ Diese Marschrichtung hatte Museumssprecherin Claudia Miklis vorgegeben. Das Sicherheitspersonal zählte vorsorglich mit.

Für Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe, der am Mittag bereits zu den 220 geladenen Gästen eines Festakts zählte, glich dieser Tag einer Bescherung. NRW-Kulturministerin Ute Schäfer hatte nämlich in ihrer Grußbotschaft gesagt, dass dieser Neubau ein „Glanzstück und ein Juwel für Münster“ sei. „Kultur ist der Motor der Stadt“, frohlockte Lewe. Das Museum sei ein Ort, „wo Geschichten erzählt werden“.

Das neue LWL-Museum für Kunst und Kultur ist am Samstag von 10 bis nachts um 2 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Am Sonntag öffnet es erneut zu einem Familientag von 10 bis 22 Uhr. Es gibt Führungen und ein buntes Programm. Hinweis: Der Zugang erfolgt an beiden Tagen nur über die Museumsspitze am Domplatz.

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