Schillerstraßenbrücke wird 2015 gesperrt
Es wird ernst

Münster -

Bei einer Bürgerversammlung informierten sich Anwohner über die bald beginnenden Bauarbeiten an der Kanalbrücke in Höhe der Schillerstraße.

Dienstag, 30.09.2014, 01:09 Uhr

Der Abbau der alten Schillerstraßenbrücke rückt näher. Ab März 2015 steht sie für zwei Jahre dem Autoverkehr nicht zur Verfügung. Für Radler gibt es eine Behelfsbrücke.
Der Abbau der alten Schillerstraßenbrücke rückt näher. Ab März 2015 steht sie für zwei Jahre dem Autoverkehr nicht zur Verfügung. Für Radler gibt es eine Behelfsbrücke. Foto: Oliver Werner

Die ersten Informationsveranstaltungen zum Ausbau des Dortmund-Ems-Kanals in Münster gab es bereits im Jahr 2005. Jetzt aber ist das gewaltige Bauvorhaben im Bewusstsein der Bevölkerung so richtig angekommen.

Rund 60 Münsteraner nutzten am Montagnachmittag im Stadtwerke-Gebäude am Hafenplatz die Möglichkeit, sich direkt bei den Verantwortlichen des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Rheine über die jetzt anstehenden Bauarbeiten rund um die Schillerstraßenbrücke zu informieren. Die Fragen wollten bei der rund 90-minütigen Veranstaltung kein Ende nehmen. Fast schien es, als sei erst jetzt so manchem Anwohner bewusst geworden, dass die viel befahrende Schillerstraßenbrücke für satte zwei Jahre dem Autoverkehr nicht zur Verfügung steht. Vermutlich ab März 2015 erfolgt die Sperrung.

Förmlicher Anlass für die Veranstaltung war der Umstand, dass die kleinere Absperrungen den nahenden Baubeginn dokumentieren. Die Schillerstraßenbrücke ist die erste von insgesamt acht Brücken zwischen der Brücke der WLE-Eisenbahn im Süden und der Brücke der Warendorfer Straße im Norden, die neu gebaut werden.

Für Unmut sorgte in der insgesamt sachlichen Veranstaltung die Information, dass nach der Fertigstellung der neuen Brücke im Jahr 2017 dann im Jahr 2020 die eigentliche Kanalverbreiterung und damit die nächste Großbaustelle folgt.

Der Projektleiter Heinz-Jakob Thyßen begründete dies damit, dass die Realisierung der längeren Brücken natürlich zwingend der Vergrößerung der Wasserfläche vorausgehen müsse.

Begrüßt wurde der Umstand, dass die Zerlegung der alten Brücke sowie die Vormontage der neuen Brücke auf einer Freifläche am Mittelhafen erfolgt. Der Ab- und Antransport erfolgt dann mit dem Schiff.

Zahlreiche Anwohner äußerten die Hoffnung, dass nach Fertigstellung der neuen Schillerstraßenbrücke der angrenzende Lütkenbecker Weg einen beidseitigen Radweg erhalten würde. Der Ingenieur Daniel Feismann vom Wasser- und Schifffahrtsamt erklärte, dass für die Erfüllung eines solchen Wunsches nicht seine Behörde, sondern die Stadt Münster zuständig sei.

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