Schüler erproben Geoinformatik
Weniger Stau durch „smarte“ Ideen

Münster -

Schüler der zehnten Jahrgangsstufe des Paulinums entwickelten am Mittwoch am Institut für Geoinformatik der Universität Ideen für die „smarte“ Stadt Münster. Innovative Technologie können etwa den Verkehr besser fließen lassen oder die Parkplatzsuche erleichtern. Mit dem Unterrichtskonzept hat das Institut für Geoinformatik einen Preis gewonnen.

Mittwoch, 01.10.2014, 18:10 Uhr

Frédéric Tromme, Malte Ossenberg und Frederik Holtkemper (v.l.) entwickeln „smarte“ Verkehrsmodelle
Frédéric Tromme, Malte Ossenberg und Frederik Holtkemper (v.l.) entwickeln „smarte“ Verkehrsmodelle Foto: kv

Rund ums Paulinum liegt einiges im Argen. Weniger im Unterricht als auf der Straße davor: „Die Fußgängerampel ist zu kurz grün“, sagt Fréderic Tromme aus der zehnten Klasse. Die Lehrer finden schwer Parkplätze, und es gibt ist ziemlich häufig Stau. „Alles praktische Probleme, die das Fach Erdkunde betreffen“, sagt Lehrerin Jutta Klein , die den Kursus der zehnten Jahrgangsstufe leitet.

Mit den Jugendlichen war sie am Mittwoch einen Tag lang im Institut für Geoinformatik der Universität, wo Wissenschaftler sich praktisch mit Stadtgeografie befassen. Mit den Profis brachten die Jugendlichen Münster als „ Smart City “ voran. Eine Stadt, in der Autofahrer auf ihrem Handy schon erkennen, wie viel Verkehr gerade auf welcher Straße fließt und wo noch Parkplätze frei sind.

Frédéric Tromme sitzt am Mittag mit seinen Freunden Malte Ossenberg und Frederirik Holtkemper vor einem großen Modell, das die Schule und ihre Umgebung aus der Vogelperspektive zeigt. Mithilfe der Geoinformatiker des Instituts um Theomas Bartoschek haben die Jungen Sensoren an den Modell-Straßenrand gestellt. Schieben sie ein Spielzeugauto vorbei, leuchtet ein Sensor auf. Die Verkehrsdichte wird gemessen.

Andere Gruppen haben eine Bürgerumfrage erarbeitet und zeigen bei der Präsentation im Hörsaal, wie die Akzeptanz für solche technischen Innovationen ist. Wieder andere haben ein Windrad auf dem Schulgelände zur Energieversorgung entworfen, oder lassen die Gebäude des Schulkomplexes maßstabsgetreu von einem 3-D-Drucker modellieren.

Für ihr Schulprojekt „Städte werden smart gemacht“ wurden die Geoinformatiker beim Hochschulwettbewerb „Mehr als Bits und Bytes“ der Initiative „Wissenschaft im Dialog“ ausgezeichnet und erhielten als Finalisten 10 000 Euro. Der Projekttag der Paulinum-Schüler wird von der Landesregierung und der Agentur für Arbeit Ahlen/Münster unterstützt.

Aus Münster haben auch das Ratsgymnasium und die Friedensschule an dem Projekt teilgenommen.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2781599?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F2572714%2F4847849%2F
Bundeswehr-Panzer hilft bei Emsrenaturierung
Schweres Gerät im Naturschutzgebiet: Der Pionierpanzer "Dachs" ist derzeit auf einem Truppenübungsplatz nahe Münster im Einsatz.
Nachrichten-Ticker