Offenbar unterschiedliche Preisvorstellungen
Ankauf der Kasernen-Grundstücke ist mit großen Hürden verbunden

Münster / München -

Das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau verhandelt zurzeit mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) über den Verkauf der Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck. Die Verhandlungen können sich bis ins nächste Jahr hinziehen, heißt es. Auf beiden Seiten wird aber noch kein Preis genannt.

Mittwoch, 08.10.2014, 16:10 Uhr

Die Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck werden als beliebte Wohnquartiere gehandelt. Doch was die Preisvorstellungen angeht, liegen die Wohn- und Stadtbau und die Bima weit auseinander.
Die Kasernen in Gremmendorf und Gievenbeck werden als beliebte Wohnquartiere gehandelt. Doch was die Preisvorstellungen angeht, liegen die Wohn- und Stadtbau und die Bima weit auseinander. Foto: Peter Sauer

Wenn sich Sandra Wehrmann mit Dr. Gerald Brummund unterhält, fällt immer wieder das Wort „hoffentlich“. Hoffentlich klappt es mit dem Ankauf der beiden Kasernen-Standorte in Gremmendorf und Gievenbeck. Hoffentlich können sich beide Seiten auf einen Preis einigen.

Sandra Wehrmann ist Geschäftsführerin des städtischen Unternehmens Wohn- und Stadtbau, welches im Auftrag der Stadt Münster die leer stehenden Kasernen kaufen soll, damit dort neue Wohnquartiere entstehen können. Gerald Brummund wiederum hat als Verkäufer der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Auftrag, zum Nutzen des Steuerzahlers einen möglichst guten Verkaufspreis zu erzielen.

Auf der Immobilienmesse Expo Real, die derzeit in München läuft, absolvieren beide einen Pressetermin. Mehr als das Gesagte sagen die Gesichter über den Stand der Verhandlungen aus. Freundliche Worte, skeptische Blicke: Die Preisvorstellungen liegen offenbar noch weit auseinander.

Zum Stand der Dinge: Für Gremmendorf liegt inzwischen ein Wertgutachten vor. Der Bund sei verpflichtet, sich daran zu orientieren und zum Verkehrswert zu verkaufen, so Brummund. „Da sind mir die Hände gebunden.“ Ganz abgesehen davon seien die Quartiere von „hoher Qualität“.

Sandra Wehrmann erklärt, dass sich die Verhandlungen bis in das nächste Jahr ziehen. „Es gibt noch einige Hürden.“ Auf Nachfrage unserer Zeitung, wo die Schmerzgrenze liege, sagt sie: „Ich bin in erster Linie dem Wohl der Wohn- und Stadtbau verpflichtet.“

Das lässt viele Interpretationen zu: Vermutlich sieht sie die Gefahr, dass sich das städtische Unternehmen auf ein finanzielles Abenteuer einlassen muss, um Eigentümerin der Kasernenflächen zu werden.

Übrigens: Preise haben beide Seiten nicht genannt.

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