400 Jahre Kapuziner in Münster
Kloster im neuen Glanz

Münster -

Die Kirche des Kapuzinerklosters wird renoviert – und daher vom 13. Oktober bis zum vierten Advent geschlossen bleiben. Dann wird das Gotteshaus in neuem Glanz erstrahlen – passend zum Jubiläumsjahr 2015. 400 Jahre zuvor kamen die ersten Kapuziner nach Münster.

Mittwoch, 08.10.2014, 16:10 Uhr

Die Kapuziner-Brüder Markus Thüer (r.) und Ludger Schulte im Chorraum des Klosters. Hier werden ab 13. Oktober die Gottesdienste gefeiert, da die Kirche (kl. Foto) dann wegen Malereiarbeiten gesperrt ist.
Die Kapuziner-Brüder Markus Thüer (r.) und Ludger Schulte im Chorraum des Klosters. Hier werden ab 13. Oktober die Gottesdienste gefeiert, da die Kirche (kl. Foto) dann wegen Malereiarbeiten gesperrt ist. Foto: kal

Die Klosterkirche der Kapuziner schließt am Montag (13. Oktober) für gut zwei Monate ihre Pforten. Das Gotteshaus wird neu gestrichen, zudem werden Beleuchtung und Elektroinstallationen erneuert. Bis zum vierten Advent finden die Gottesdienste im Chorraum statt, die Wiedereröffnung der Kirche ist für den vierten Advent geplant. Passend zu einem bedeutenden Jubiläum wird sie damit in neuem Glanz erstrahlen: 2015 jährt sich der Einzug der Kapuziner in Münster zum 400. Mal.

Die Brüder Markus Thüer , Hausober im Kloster, und Ludger Schulte , Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule, haben für das Jubiläumsjahr ein umfangreiches Programm zusammengestellt, das bereits in wenigen Wochen startet. Am 8. Dezember findet eine Tagung mit einem öffentlichen Abendvortrag statt, „Betteln und Predigen“ lautet das Thema (Informationen und Anmeldung im Internet unter www.pth-muenster.de). 2015 sollen eine Ausstellung im Kreuzgang des Domes und – am 23. August – ein Nachbarschaftsfest mit Bischof Felix Genn folgen.

32 Brüder leben zurzeit im Kapuzinerkloster , das, ein wenig versteckt, in einer kleinen Seitenstraße unweit der Steinfurter Straße liegt. Einige werden auf der Pflegestation betreut, andere absolvieren ihre erste Station nach dem Noviziat oder machen eine Ausbildung – zum Beispiel zum Koch. „Für die Kapuziner ist das münsterische Kloster ein großes Haus“, betont Bruder Markus. Vor wenigen Monaten kam er nach Münster, zuvor war er in Würzburg. „Ich habe bereits zwölf Mal das Kloster gewechselt“, betont er – getreu der Tradition des vom Heiligen Franziskus gegründeten Ordens, als „Pilger und Fremdling“ zu leben.

Mehrere Klöster wurden in den vergangenen Jahren in Münster aufgegeben. Solche Pläne haben die Kapuziner nach eigenen Angaben nicht. Der Standort sei auf Jahre „sicher“, betont Bruder Ludger, es gebe keinerlei Überlegungen, die Stadt zu verlassen. Warum auch? Die beiden Brüder berichten, dass es eine starke Nachfrage nach den Angeboten des Klosters gebe. Diese reichen von der Hochschule über die Mitarbeit in der Pfarrei Überwasser bis hin zum Engagement für Obdachlose und den beliebten Predigtreihen. Verstärkt ziehe es in letzter Zeit auch Studierende ins Kloster, berichtet Bruder Ludger. In immer turbulenteren Zeiten wollten sie einfach mal Ruhe tanken.

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