CDU-Schatzmeister legt Agenda für die Stadtentwicklung vor
So bekommt es Münster gebacken

Münster -

Münster braucht einen neugestalteten Ankerplatz für die vielen Fernbusse, ein neues Sportschwimmbecken und vielleicht sogar ein Spielcasino. Das sagt CDU-Schatzmeister Klaus Bleckmann. Der Bäckermeister legt eine Agenda für die Stadtentwicklung vor.

Dienstag, 28.10.2014, 08:10 Uhr

Klaus Bleckmann ist in der fünften Generation Münsteraner. Über Jahrzehnte hat er sich als selbstständiger Bäckermeister einen Namen gemacht. Heute verwaltet er hauptsächlich seine Immobilien.
Klaus Bleckmann ist in der fünften Generation Münsteraner. Über Jahrzehnte hat er sich als selbstständiger Bäckermeister einen Namen gemacht. Heute verwaltet er hauptsächlich seine Immobilien. Foto: Matthias Ahlke

Die Bushaltestellen an der Ostseite des Hauptbahnhofs müssen dringend aufgewertet werden. Sagt Klaus Bleckmann . „Wir brauchen bei steigendem Fernbus-Aufkommen einen überdachten Platz mit Niveau, der die Reisenden begrüßt oder verabschiedet.“ Die Stadt benötigt kein neues Spaßbad, sondern ein Sportschwimmbecken in einer Größe von 50 mal 35 Metern. Bleckmann schlägt als Standort die Herwarth-straße vor. Und das neue Gefängnis? Das darf nicht zu weit draußen auf der grünen Wiese liegen, denn Inhaftierte müssten täglich dem Haftrichter vorgeführt werden.

Klaus Bleckmann ist ein politischer Fuchs, der über 20 Jahre Chef der CDU Pluggendorf-Aaseestadt war und nun der Schatzmeister seiner Partei ist. Der 72-Jährige, der fast 50 Jahre selbstständiger Bäckermeister in seiner Heimatstadt war und erst im Frühjahr seine Hofbäckerei an der Königsstraße geschlossen hat, macht sich Gedanken über Münsters Zukunft, „um den kulturellen, wissenschaftlichen und sozialen Anspruch zu festigen“, wie er betont.

Seine Überlegungen hat er in einer mehrseitigen Agenda zu Papier gebracht und an die CDU-Spitze samt Oberbürgermeister geschickt. „Ohne Reaktion“, sagt er enttäuscht. Deshalb hat er nun die anderen Ratsfraktionen angeschrieben.

Und das schlägt Bleckmann unter anderem vor:

►  Der Verkehr soll stärker auf die Schiene verlagert, dafür müssten die Fahrzeiten verkürzt werden. „Es müssen alle Querungen für Unter- und Oberführungen geändert werden“, fordert er.

► Der FMO benötigt mehr Starts und Landungen. Eine erhebliche Steigerung des Flugverkehrs bedeute eine Steigerung des Gewinns.

► Das von Bleckmann angeregte Sportschwimmbecken an der Herwarthstraße soll Teil eines Hotelkomplexes werden. Das Schwimmbad soll dank eines Hubbodens auch als Veranstaltungshalle zu nutzen sein.

► Hochhäuser und vor allem deren Dächer sollen als landwirtschaftliche Nutzflächen dienen („Agrar Factory“). Bleckmann plädiert dafür, die Infarming-Idee des Fraunhofer-Institutes auf Münster zu übertragen und dafür einen wissenschaftlichen Lehrstuhl einzurichten.

► Die Spiekerhofbrücke als ursprünglicher Zugang zum Dom soll durch eine stilisierte Furt aus Glas ergänzt werden – mit einer Lichtachse zum Dom.

► Laut Bleckmann sucht das Land NRW einen weiteren Standort für ein Spielcasino. Münster sollte sich mit Blick auf die Steuern für den Haushalt darum bemühen.

► Im vielbefahrenen Ludgeri-Kreisel sollen Ampeln den Verkehr regeln.

► Der Aasee soll mit einem Kneipp-Tretbecken zum Gesundheitsort werden.

► Ein Stellplatz für Wohnmobile soll in der Nähe der Schleuse am Schifffahrter Damm entstehen.

► Verwaltungsmitarbeiter sollen Anreize durch Leistungsprämien bekommen.

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