Diskussion über die Zukunft des alten Gefängnisses
Erhalten oder abreißen?

Münster -

Wie geht es mit der mehr als 160 Jahre alten JVA weiter, wenn das neue Gefängnis fertiggestellt ist? Darüber diskutierten am Dienstag 80 Experten. Ihre Antwort war eindeutig: Das historische Ensemble darf nicht abgerissen werden.

Mittwoch, 29.10.2014, 07:10 Uhr

Über die Zukunft der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Justizvollzugsanstalt diskutierten am Dienstag 80 Experten am historischen Ort.
Über die Zukunft der Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Justizvollzugsanstalt diskutierten am Dienstag 80 Experten am historischen Ort. Foto: kal

Kein geringerer als ein Mitarbeiter des weltberühmten Baumeisters Karl Friedrich Schinkel machte sich 1843 daran, ein neues Gefängnis für Münster zu planen. Mehr als 170 Jahre später wird das im Laufe der Zeit nur unwesentlich veränderte Bauwerk noch immer als Justizvollzugsanstalt (JVA) genutzt – obwohl es baulich und technisch längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit ist. Doch wie geht es mit der JVA an der Gartenstraße weiter, wenn das seit langem geplante neue Gefängnis, für das noch immer nach einem Standort gesucht wird , irgendwann stehen wird?

80 Experten, darunter Denkmalpfleger und Stadtplaner, tauschten sich am Dienstag auf Einladung des Landschaftsverbandes am historischen Ort aus. „Das Gefängnis muss natürlich erhalten bleiben, es handelt sich schließlich um einen Schinkel-Bau“, stellte der münsterische Planungsdezernent Siegfried Thielen klar. Auch für Dr. Barbara Rommé, Leiterin des Stadtmuseums, steht es außer Frage, dass ein Abriss keine Option ist. Stadt- und baugeschichtlich sei es „unverzichtbar“, so Rommé.

Experten-Diskussion über die Zukunft der JVA an der Garenstraße.

Experten-Diskussion über die Zukunft der JVA an der Garenstraße. Foto: Martin Kalitschke

Das Gebäude befindet sich im Besitz des Landes, das am Dienstag von Markus Vieth , Leiter des Bau- und Liegenschaftsbetriebes in Münster, vertreten wurde. Er betonte, dass die JVA verkauft werden soll, sobald der Neubau fertig ist. An welcher Stelle, das will der Justizausschuss des Landes im Frühjahr 2015 verkünden. „Wir erhoffen uns, dass der neue Eigentümer der alten JVA die Interessen des Denkmalschutzes und der Stadtentwicklung wahren wird“, so Vieth.

Deutlicher als der Vertreter des Eigentümers äußerte sich LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschhoff-Thale zur Zukunft des historischen Gebäudes, das sei 1984 unter Denkmalschutz steht und heute das älteste deutsche Gefängnis ist. „Münster wäre nicht gut beraten, wenn es das Gebäude aufgeben würde. Das Gefängnis ist ein wunderbarer Schatz aus preußischer Zeit, den es zu erhalten gilt.“ Zugleich forderte sie, sich frühzeitig über die künftige Nutzung des Ensembles Gedanken zu machen. Die gestrige Konferenz sollte dafür den Auftakt darstellen.

1853 zogen die ersten Gefangenen in die JVA an der Gartenstraße ein. Schon bald stieg ihre Zahl auf über 1000, sodass das Ensemble erweitert werden musste. Aktuell sind dort rund 500 Häftlinge untergebracht.

Tag der offenen Tür in der JVA Münster

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