„Strukturkonzept“ für Preußen-Areal an der Hammer Straße
Stadion-Gelände neu sortiert

Münster -

Für das Preußen-Stadion und das Gelände drum herum hat die Stadtverwaltung ein „Strukturkonzept“ erarbeitet. Es zeigt auf, wie es hier künftig aussehen könnte. Dazu gehören auch zwei Parkdecks nördlich des Stadions, ein neuer Parkplatz an der Hammer Straße sowie neue Trainingsplätze.

Mittwoch, 29.10.2014, 09:10 Uhr

Preußenstadion
Das „Strukturkonzept“ der Stadtverwaltung Münster, das demnächst in einen Bebauungsplan einmünden soll: Baurechtlich möglich wäre dann die Schaffung eines Preußen-Stadions mit vier überdachten Tribünen, zwei angrenzenden Parkdecks, einem neuen Parkplatz an der Hammer Straße und neuen Trainingsplätzen. Foto: Stadt Münster

Das vorliegende Papier nennt sich „ Strukturkonzept “. Es ist kein Bauplan und erst recht kein Finanzierungsplan. Und doch ist das Papier – aus Sicht des SC Preußen – so gut, dass der Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis erklärt: „Mit diesem Konzept erhalten wir eine verlässliche Perspektive für eine positive Entwicklung am Standort Hammer Straße .“

Was ihn so zuversichtlich stimmt, ist die Ankündigung von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß, eben dieses Strukturkonzept für die Zukunft des Preußen-Stadions im Dezember den Ratsgremien vorstellen zu wollen. Laut Schultheiß gibt es dann einen „konzeptionellen und rechtlichen Rahmen für eine Neuordnung des Sportparks Berg Fidel, um die bauliche und funktionale Optimierung des gesamten Standortes voranzubringen“.

Konkret geht es darum, einen neuen Bebauungsplan für das Areal zu erstellen. Dieses Verfahren, so Jörg Krause vom Stadtplanungsamt, „könnte zwischen eineinhalb und zwei Jahren dauern“. Der Sachverhalt ist nicht zuletzt deshalb so kompliziert, weil das sogenannte Preußen-Park-Urteil aus dem Jahr 2000 sehr restriktiv ist. Mit der Kanzlei Baumeister, die seinerzeit das für die Stadt Münster desaströse Urteil erwirkte, hatte Schultheiß in den vergangenen Monaten die rechtlichen Möglichkeiten für bauliche Veränderungen rund um das Stadion ausgelotet.

Auch wenn der jetzt angestrebte Bebauungsplan nichts über die Finanzierung der Projekte aussagt, ist Oberbürgermeister Markus Lewe doch sehr optimistisch: „Mit dem neuen Bebauungsplan können wir den vom Verein und den Fans gewünschten Neubau einer überdachten Tribüne im Bereich der Westkurve planungsrechtlich vorbereiten und zugleich einen besseren Lärmschutz für die Anlieger erreichen.“

Hier einige Details des neuen Konzeptes:

► Der neue Bebauungsplan sieht vor, überdachte Tribünen an allen Seiten genehmigungsfähig zu machen.

► Nördlich der Nordtribüne soll es möglich sein, zwei Parkdecks mit je vier Etagen zu bauen.

► Das westliche der beiden Parkdecks sowie der benachbarte Parkplatz soll den Gäste-Fans zugeordnet werden. Diese Parkmöglichkeiten liegen direkt beim Gästeblock.

► Es soll die Möglichkeit bestehen, die Straße Am Berg Fidel so abzubinden, dass nur Medienvertreter und ausdrücklich berechtigte Stadionbesucher das Gelände über die Trauttmansdorffstraße erreichen können.

► Direkt an der Hammer Straße entsteht ein neuer Parkplatz für Preußen-Fans.

Die CDU bewertete das Konzept in einer ersten Stellungnahme als „wegweisende Verbesserung der Stadionsituation“. Oberste Priorität müsse die Rechtssicherheit haben.  

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