Deutsch-Niederländisches Korps soll östliche Nato-Partner schützen
Nato-"Speerspitze"

Münster - Ein klares Zeichen an Moskau: Wie die Zeitung Die Welt berichtet , wollen die Nato-Staaten ab 2015 eine sogenannte "Schnelle Eingreiftruppe" aufbauen, deren Führung beim Deutsch-Niederländischen Korps in Münster liegen soll.

Samstag, 15.11.2014, 13:11 Uhr

Kommandierender General des 1. Deutsch-Niederländischen Korps in Münster: Volker Hal­bauer. Foto: Peperhowe
Generalleutnant Volker Hal­bauer hat das Kommando über das Deutsch-Niederländische Korps in Münster. Foto: Jürgen Peperhowe

Langfristig geplant ist eine neue Nato-Elitetruppe, die innerhalb kürzester Zeit auf Bedrohungen reagieren soll. Die Planungen sollen Berichten zufolge allerdings erst im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Um diese Zeitspanne zu überbrücken, soll nun Anfang 2015 die "Schnelle Eingreiftruppe" einspringen. Turnusgemäß übernimmt Deutschland im nächsten Jahr das Kommando für die Nato-Eingreiftruppe - Hauptteil dieser sogenannten " Speerspitze " soll dann das Deutsch-Niederländisches Korps bilden.

Zum Hintergrund

Ost- und mitteleuropäische Nato-Partner fühlen sich von Russland bedroht. Auch der vereinbarte Waffenstillstand in der Ost-Ukraine wird weiterhin nicht eingehalten .

Zudem steht Russland in der Kritik, nicht nur die Krim gegen herrschendes Völkerrecht annektiert zu haben, sondern auch die prorussischen Separatisten in der Ostukraine zu unterstützen. Erste Folgen sind bereits eingetreten: Wirtschaftssanktionen gegenüber Moskau. Putin dementiert die Vorwürfe und kritisiert das falsche Russland-Bild, das der Westen habe.

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