Sportausschuss verabschiedet Konzept
Zwei neue Schwimmbäder plus Sanierung in Kinderhaus

Münster -

Möglicherweise mehr Bäder – nicht weniger: Das sieht das Bäderkonzept vor, das der Sportausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend verabschiedet hat.

Donnerstag, 04.12.2014, 00:12 Uhr

So sah das Hallenbad Kinderhaus vor der Flut aus: Es soll jetzt schnellstmöglich wieder hergerichtet werden.
So sah das Hallenbad Kinderhaus vor der Flut aus: Es soll jetzt schnellstmöglich wieder hergerichtet werden. Foto: kaj

Das Konzept beinhaltet sowohl die Chance, an alter Stelle ein neues Südbad zu errichten, als auch die Möglichkeit, im Westen der Stadt ein Freizeit- und Familienbad zu bauen, beides Vorschläge der Mehrheit von SPD , Grünen, Piraten, ÖDP und – mit einer Ausnahme – auch der Linken. Letztere stimmten im Sportausschuss gegen den Bau eines Freizeitbades. Nach Vorstellungen von SPD und Grünen soll die Stadt künftig die Betriebskosten des Bades bis zu einer Höhe von einer Million Euro jährlich übernehmen, im kommenden Jahr sollen einmalig für das Projekt 50 000 Euro städtische Planungskosten zur Verfügung gestellt werden. Auch CDU und FDP versagen dem Freizeitbad-Bau ihre Zustimmung.

Überblick über die Schwimmbäder in Münster - Daten & Zahlen

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Die CDU befürwortet es, für das Schul- und Vereinsschwimmen am Inselbogen auf dem freien Grundstück ein neues Südbad zu errichten, verlangte dafür aber eine Ausschreibung unter „marktfähigen Bedingungen“. Ein Vorgehen, das SPD und Grüne für unrealistisch halten, weil es schon mehrfach gescheitert sei. Sie setzten sich mit ihrem Antrag durch, mit der Wohn- und Stadtbau das Südbad wieder aufzubauen und jährlich Betriebskosten in Höhe von 500 000 Euro zu übernehmen. Auch für das Südbad sollen 2015 Planungskosten in Höhe von 50 000 Euro bereitgestellt werden.

Einig sind sich die Parteien über die Zukunft des Hallenbades in Kinderhaus, das nach dem Unwetter im Juli geschlossen ist und komplett saniert werden muss. Das soll nach dem Willen aller Parteien schnellstmöglich mit städtischem Geld geschehen, die Kosten liegen laut Dezernentin Andrea Hanke bei 2,25 Millionen Euro. Der Trägerverein des Bürgerbades Handorf erhält 15 000 Euro für Planungskosten, um nötige Modernisierungen vorzubereiten.

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