Demonstration gegen Freihandelsabkommen
Protestzug sorgt für Engpass am Bahnhof

Münster -

Die Demo gegen das Freihandelsabkommen fiel größer aus als von den Veranstaltern erwartet. Auf der Windthorststraße wurde es daher eng.

Dienstag, 16.12.2014, 01:12 Uhr

Eng wurde es am Samstag während der Demo auf der Windthorststraße.
Eng wurde es am Samstag während der Demo auf der Windthorststraße. Foto: Gerharz

Die Demonstration gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA hat am Samstagnachmittag für Engpässe auf der Windthorststraße gesorgt. Bahnreisende und andere Passanten, die sich zwischen Innenstadt und Hauptbahnhof bewegten, hatten große Probleme, an der Menschenmenge vorbeizukommen.

Den Aktivisten sei es jedoch ausdrücklich erlaubt worden, eine ihrer Kundgebungen auf der Windthorststraße abzuhalten, betont die Polizei. Sie habe dafür im Vorfeld die Genehmigung erteilt.

Bündnis gegen Freihandelsabkommen TTIP

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  • Das Bündnis „Münster gegen TTIP“ hat zu einer Demonstration gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP aufgerufen.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • TTIP, das geplante Freihandelsabkommen, das zwischen den USA und den EU-Staaten seit Monaten ausgehandelt wird, ist für das Bündnis „Münster gegen TTIP“ eine "unheimliche Riesenkrake".

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Neben Parteien – Grüne, Linke, ÖPD, Piraten und DKP – gehören der DGB, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Attac und weitere Gruppierungen zum Bündnis, das Teil der europaweiten Bürgerinitiative gegen das Freihandelsabkommen ist.

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  • Eine Million Unterschriften seien schon gesammelt worden, berichtet Jörg Rostek vom Verein „Mehr Demokratie“, einige Hundert davon von Münsteranern.

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  • Das Bündnis will vor allem auf mögliche Auswirkungen des Abkommens vor Ort aufmerksam machen. Einige Beispiele, die Carsten Peters erläutert: Der öffentlich finanzierte und subventionierte Bereich, etwa Kultureinrichtungen wie das Theater Münster, könnten in ihrer Existenz gefährdet sein. Kommunale Unternehmen wie die Stadtwerke könnten unter Druck geraten, tariflich gebundene Löhne seien dort in Gefahr.

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  • Letztlich befürchten die Gegner, dass nationale Gesetzgebung zur Makulatur werde, "wenn internationale Schiedsgerichte jenseits demokratischer Rechtsprinzipien weitreichende Entscheidungen treffen könnten".

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  • „Konzerne bekommen mehr Macht als demokratisch legitimierte Regierungen“, so Karsten Peters von der Gruppe „Attac“.

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  • Das Bündnis Münster, dem unter anderem der DGB-Stadtverband, der Verein „Mehr Demokratie“ und „attac Münster“ angehören, fordert den sofortigen Stopp der Verhandlungen.

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  • Foto: Mirko Ludwig

Allerdings rechneten nicht einmal die Demonstranten damit, dass so viele Menschen ihrem Aufruf folgen werden – sie hatten laut Polizei gerade mal 300 Teilnehmer angekündigt. Am Ende kamen zwischen 700 und 1000 Menschen. „Kurz vor Beginn der Demonstration eine Alternativfläche für die Kundgebung zu finden, dies wäre schwierig geworden“, betont eine Polizei-Sprecherin.

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