„Neue Erkenntnisse“
Polizei: Nacktfahrer war nicht der Autobahn-Rowdy

Münster -

Motorradnacktfahrer? Vielleicht. Autobahnrowdy? Offenbar nicht. In Sachen Phillip M. rudert die Polizei mit einem Teil ihrer Vorwürfe zurück.

Mittwoch, 17.12.2014, 07:12 Uhr

Polizeidirektor Udo Weiss Mit der Akte des Nacktfahrers.
Polizeidirektor Udo Weiss Mit der Akte des Nacktfahrers. Foto: Helmut Etzkorn

Der mutmaßliche Motorrad-Nacktfahrer Phillip M. (20) ist nicht als Verkehrs-Rowdy auf der Autobahn aufgefallen und wird deshalb von der Polizei auch nicht mehr der Verkehrsgefährdung oder eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr beschuldigt. Vier Tage nach der Pressekonferenz in Sachen „Nacktfahrer“ revidiert die Polizei damit ihre Schilderung des Tatgeschehens zumindest in einem entscheidenden Punkt. Udo Weiss, Chef der Verkehrspolizei, sprach am Dienstag von „neuen Erkenntnissen zum Abschluss der Ermittlungen“.

Unstrittig sei, dass M. als sogenannter Nacktfahrer auf dem Weihnachtsmarkt 2013 von seinem Freund (25), der ihm für die Tour das Motorrad geliehen hatte, beschuldigt wird. Weil M. damals noch keine Fahrerlaubnis für schwere Maschinen hatte, ist gegen ihn eine Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein erstellt worden. Ordnungswidrigkeiten wie „Fahren in der Fußgängerzone“ sind ohnehin verjährt.

Auf der Autobahn sind im August 2014 laut Polizei der 25-Jährige und ein bislang nicht in Erscheinung getretener 22-Jähriger von den „Baller-Boyz“ aufgefallen, weil sie durch ihre Fahrweise Autofahrer gefährdeten. Gegen diese beiden Kradfahrer gibt es Anzeigen wegen Nötigung und Verkehrsgefährdung.

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