Ralf Bauer im Kapuzinerkloster
Christkind im Polizeibericht

Münster -

Bauer sucht Christkind: Unter diesem Motto erzählte der bekannte Schauspieler im Kapuzinerkloster ganz besondere Weihnachtsgeschichten.

Montag, 12.01.2015, 19:01 Uhr

Ralf Bauer
Ralf Bauer Foto: klm

Würde Jesus heute geboren, bekämen Maria und Josef Probleme: „Die Polizei hat einen Säugling in einem Stall gefunden“, könnte es in den Nachrichten heißen. „Bei der Festnahme der Mutter versuchte ein Mann, die Sozialarbeiter davon abzuhalten, das Kind an sich zu nehmen.“

Der Mann in der umgeschriebenen Weihnachtsgeschichte, die Schauspieler Ralf Bauer am Sonntag im Kapuzinerkloster vortrug, wäre gewiss Josef. Der TV-Star (48) aus Serien wie „Fünf Sterne“ und Kinofilmen („Jud Süss“) war Gast eines Benefiz-Kulturabends der Ordensbrüder zugunsten der Kirchenrenovierung. Titel: „Bauer sucht Christkind“.

Im Wechsel mit der Lesung übernahm Schauspielerin Cornelia Corba musikalische Parts mit Weihnachtsliedern von mehreren Kontinenten.

Der „Polizeibericht“ speziell bescherte vielen der rund 200 Besuchern bei aller Besinnlichkeit in der Klosterkirche Heiterkeit. „Von drei unidentifizierten Ausländern“ sei die Rede gewesen, die „im Besitz von Gold und möglicherweise verbotenen Substanzen waren“ – die Heiligen drei Könige mit Gold, Weihrauch, Myrrhe.

Seine private Quelle mit feinem, bissigen Humor nannte Bauer nicht, dafür die anderer Geschichten zur Weihnacht, wie den Künstler Jacques Brel („Wenn es wahr wäre“) oder Kinderbuchautors Rolf Krenzer („Wann fängt Weihnachten an?“)

Der Baden-Badener Bauer hatte auf eine Gage ebenso verzichtet wie seine Kollegin Cornelia Corba aus München. Die 45-Jährige ist bekannt vor allem aus dem „Tatort“ und von Theater-Produktionen. Erst auf der Akustikgitarre, dann am Klavier stellte Corba Lieder aus Spanien, Rumänien, Schottland und aus ihrer Heimat Bayern in bayerischer Mundart vor, dann Stücke mexikanischer Indianer oder aus der Südsee.

Für ihr Gotteshaus zählten die Kapuziner später 1150 Euro an Spenden. Bruder Markus hatte erklärt, wofür: „Der Anstrich ist fertig und Lampen leuchten schon. Aber die Handwerker haben noch manch offene Rechnung.“

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