Stephan Orth bei Sigmar Gabriel
Vizekanzler lobt Münster

Münster -

Stephan Orth, Organisator der münsterischen Demo gegen Fremdenhass, an der 10 000 Menschen teilgenommen hatten, ist in Berlin mit Sigmar Gabriel zusammengetroffen. Der Vizekanzler hatte ihn mit anderen Aktivisten zu einem Gespräch in die SPD-Zentrale eingeladen.

Donnerstag, 15.01.2015, 18:01 Uhr

Rund 8000 Menschen hatten sich auf dem Prinzipalmarkt versammelt, um gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung zu demonstrieren.
Rund 8000 Menschen hatten sich auf dem Prinzipalmarkt versammelt, um gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung zu demonstrieren. Foto: Oliver Werner

Als „beispielhaft“ hat Sigmar Gabriel , Vize-Kanzler und SPD-Vorsitzender, das Engagement der Münsteraner gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung bezeichnet. Dies berichtet der münsterische Aktivist Stefan Orth , der von Gabriel zu einem Gedankenaustausch zu den Ursachen von Fremdenhass in die Berliner SPD-Zentrale eingeladen worden war. Rund 30 Personen, die Aktionen gegen Pegida und deren Ableger organisiert hatten, diskutierten am Mittwochabend mit Vertretern verschiedener Religionen.

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Vizekanzler Sigmar Gabriel hatte Anti-Pegida-Aktivist Stefan Orth aus Münster nach Berlin eingeladen. Foto: privat

„Eine bereichernde Erfahrung“, sagt Orth, der sich nach eigenen Worten nicht nur an der Diskussion beteiligte, sondern auch Kontakte zu anderen Aktivisten knüpfte. Gemeinsam wolle man in Zukunft beim Kampf gegen Fremdenhass noch intensiver zusammenarbeiten.

Gabriel hatte als SPD-Chef ins Willy-Brandt-Haus eingeladen. Knapp zwei Stunden dauerte der Gedankenaustausch, an dem auch die evangelische Theologin Margot Käßmann teilnahm. Die Teilnehmer machten sich unter anderem dafür stark, dass die Religionen im Dialog bleiben sollten, dass Orte der Begegnung geschaffen werden sollten, an denen Menschen diskutieren, und das finanziell gut ausgestattete Sozialsysteme dafür sorgen sollten, dass alle Menschen in Sicherheit leben.

Inzwischen ist der 22-jährige Student Orth nach Münster zurückgekehrt. Am heutigen Freitag trifft sich die Initiative „Münster gegen Pegida“ in der Zukunftswerkstatt Kreuzviertel, um über ihre weitere Arbeit zu sprechen. Orth ist es wichtig zu betonen, dass diese Arbeit keine „One-Man-Show“ sei, sondern das Werk vieler Mitstreiter. Am 5. Januar hatten in Münster rund 10 000 Bürger gegen Fremdenhass demonstriert.

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