Fast 60 Prozent mehr Asylsuchende
Stadt versorgt fast 2000 Flüchtlinge

Münster -

Bisher konnte die Stadt darauf verzichten, Flüchtlinge in Turnhallen unterzubringen. Dies dank der ehemaligen Britenhäuser, die der Bund der Kommunen nun mietfrei für diesen Zweck zur Verfügung stellt.

Mittwoch, 21.01.2015, 23:01 Uhr

Flüchtlingskinder in der städtischen Unterkunft am Hoppengarten.
Flüchtlingskinder in der städtischen Unterkunft am Hoppengarten. Foto: Jürgen Peperhowe

In Münster ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Stadt Leistungen nach dem AsylbewerberLeistungsgesetz beziehen, im vergangenen Jahr um 58,9 Prozent gegenüber 2013 angestiegen, von 1206 auf 1916 Flüchtlinge.

Diese Zahlen berichtete die Leiterin des Sozialamtes, Dagmar Arnkens-Homann , am Mittwochabend in der Sitzung des Sozialausschusses. Auch wenn die Stadt betont, mit dem enormen Zuzug von Flüchtlingen kaum durch die Bereitstellung neuer Unterkünfte Schritt halten zu können, sei die Nutzung von Turnhallen bislang nicht akut gewesen, weil genügend leerstehende Häuser der ehemaligen britischen Armee im Eigentum des Bundes zur Verfügung standen. Für diese Häuser verlange der Bund neuerdings keine Mietzahlungen mehr von der Kommune.

Die meisten Flüchtlinge kamen im Monat November nach Münster: 193 Menschen wurden aufgenommen, nachdem bereits im Oktober 122 Flüchtlinge zugewiesen wurden. Im Dezember waren es 93 Asylsuchende , im laufenden Januar „sind von den 91 angekündigten bereits 55 eingetroffen“, sagte Arnkens-Homann. Zum Vergleich: Bis Mitte 2014 ging die Stadt jeweils von rund 60 neuen Flüchtlingen pro Monat aus.

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