Oberbürgermeister interveniert
Lewe: Gesamtschule ist Chefsache

Münster -

Oberbürgermeister Markus Lewe hat die Planung der neuen städtischen Gesamtschule im Ostviertel zur Chefsache erklärt. Er will unbedingt, dass die Schule 2016 startet.

Freitag, 23.01.2015, 22:01 Uhr

Die Oberfinanzdirektion im Ostviertel soll wegen PCB-Belastung abgerissen werden. Auf dem Gelände will die Stadt die neue Gesamtschule bauen.
Die Oberfinanzdirektion im Ostviertel soll wegen PCB-Belastung abgerissen werden. Auf dem Gelände will die Stadt die neue Gesamtschule bauen. Foto: Oliver Werner

Nachdem bekannt wurde, dass der Errichtungsbeschluss für die städtische Gesamtschule im Ostviertel entgegen der Planung nicht am 11. Februar im Rat fallen kann (WN, 23.1.), meldete sich am Freitag Oberbürgermeister Markus Lewe zu Wort und erklärte die Einrichtung der Gesamtschule zum Schuljahr 2016/17 zur Chefsache .

„Es muss unbedingt auch auf Dauer eine sechszügige Gesamtschule werden“, betont der OB. Er selbst habe den Entwurf der Vorlage, die der Rat ursprünglich habe beschließen sollen, zurückgezogen – wegen Unzulänglichkeit. „So kriegen wir die Schule nicht hin“, sagt Lewe. Noch am Donnerstag habe er die Spitzen der beteiligten Verwaltungsabteilungen versammelt und mit ihnen einen Vorschlag ausgearbeitet, der Basis einer neuen Vorlage werden soll. Sie könne allerdings erst bei der nächsten Ratssitzung im März beschlossen werden.

Nach einem Telefonat mit NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans ist Lewe sehr zuversichtlich, dass das geplante Schulgrundstück, das Gelände der Oberfinanzdirektion, „zu guten Konditionen“ von der Stadt übernommen werden kann. Falls es dennoch Probleme geben sollte, müsse die Verwaltung eine „Exit-Strategie“ ausarbeiten, nach der trotzdem eine sechszügige Schule errichtet werden könne. Lewe deutet an, dass der Denkmalschutz des Gebäudes Fürstenbergschule, die ebenfalls Quartier werden könnte, auch aufgehoben werden könne. Spätestens Ende 2015 müsse klar sein, wie die Schule konkret errichtet werde.

Die SPD reagierte „verwundert“ auf Lewes Äußerung, er werde nun höchstpersönlich dafür sorgen, dass die Schule schnell auf den Weg komme. Zuerst habe Lewe ja den Prozess gestoppt, so der schulpolitische Sprecher Robert von Olberg. Die CDU bleibt gelassen: Bei der Planung der Schule gehe „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, so Schulausschuss-Vorsitzende Angela Stähler. 

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