Untersuchung zum Hafenviertel
Stadt setzt auf weniger Staus

Münster -

Die Stadt Münster geht laut einer Untersuchung davon aus, dass das geplante Hafen-Center am Hansaring rund 5000 Autofahren am Tag auslösen wird. In der Prognose bis 2025 rechnet die Stadt aber mit sinkenden Autozahlen auf dem Hansaring, weil sich der Verkehr auf die Umgehungsstraße verlagere. Kritiker bezweifeln dies.

Dienstag, 14.06.2016, 07:06 Uhr

So sah es am Mittwochnachmittag am Hansaring aus. Zur Entlastung dieser Straße setzt die Stadt in ihrer Prognose für 2025 auf eine Entlastung durch die Umgehungsstraße und befürwortet weitere Neuansiedlungen im Hafenviertel.
So sah es am Mittwochnachmittag am Hansaring aus. Zur Entlastung dieser Straße setzt die Stadt in ihrer Prognose für 2025 auf eine Entlastung durch die Umgehungsstraße und befürwortet weitere Neuansiedlungen im Hafenviertel. Foto: Oliver Werner

Welche Auswirkungen haben die anhaltenden Veränderungen im Hafenviertel auf den Verkehr? Dieser Frage geht eine Untersuchung der Stadt Münster nach, die am Donnerstag im Planungsausschuss beraten wird (Stadtweinhaus am Prinzipalmarkt, 17 Uhr). Im Mittelpunkt steht dabei das geplante Einkaufszentrum am Hansaring. Über das Einzelhandelsprojekt, bekannt als Hafen-Center, wird seit Jahren diskutiert.

Wie aus dem 21 Seiten starken Papier hervorgeht, rechnet die Stadtverwaltung mit rund 5000 Autofahrten, die das Hafen-Center auslösen wird. Die aktuelle Belastung des Hansarings in Höhe des geplanten Neubaus liegt bei rund 17 000 Fahrzeugen am Tag. Auch bei einer Realisierung des Projektes gehen die Verkehrsplaner davon aus, dass die Belastung des Hansarings bis zum Jahr 2025 auf „nur“ noch 14 500 bis 15 400 Fahrzeuge sinken wird.

Die Gründe für dieses zunächst irritierende Szenario: Zum einen gehen die Planer davon aus, dass die Umgehungsstraße (B 51) 2025 auf ganzer Länge ausgebaut ist und damit das Fahrzeugaufkommen in dem bislang nur zweispurigen Bereich auf 50 000 Autos steigt. Aktuell liegt es deutlich niedriger, und zwar bei 30 000.

Zum anderen prognostizieren die Stadt, dass die Theodor-Scheiwe-Straße, derzeit ein beliebter Schleichweg, eine Verdoppelung bei den Fahrzeugbewegungen erleben wird – von 3700 auf 7600. Damit verbunden ist ein erheblich ansteigendes Pkw-Aufkommen auf der Schillerstraße.

Sollte die auf einem Privatgelände befindliche Theodor-Scheiwe-Straße abgebunden werden, lautet der Prognosewert für den Hansaring: 17 500 bis 18 300 Fahrzeuge am Tag. Die Umgehungsstraße müsste dann mit errechneten 52 400 Autos am Tag rechnen.

Neben dem Einkaufszentrum werden nach der vorliegenden Untersuchung auch weitere Neuansiedlungen im Hafenbereich das Verkehrsaufkommen steigen lassen. Hier eine Übersicht:

► Wohnprojekt Neuhafen auf dem alten Osmo-Gelände mit 350 bis 400 Wohnungen: circa 800 Autofahrten am Tag auf der Schillerstraße

► Projekt Hafentor (Büronutzung rund um den Kuhr-Speicher): circa 400 Autofahrten auf der Schillerstraße

► Geplante Neunutzung der direkt am Stadthafen liegenden Teile des Osmo-Areals: 400 Autofahrten auf dem Hafenweg und der Schillerstraße

► Flechtheim-Speicher: Über 400 Autofahren am Mittelhafen.

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