Karstadt-Sanierung
Personalabbau: 20 Stellen in Münster bedroht?

Münster -

Der Betriebsratsvorsitzende von Karstadt Münster, Peter Frohwerk, sieht auf die Mitarbeiter am Standort Münster massive Einschnitte zukommen. Bis zu 20 Arbeitsplätze sollen bedroht sein.

Dienstag, 03.02.2015, 01:02 Uhr

Auch bei Karstadt Münster  rechnet man mit großen Einschnitten.
Auch bei Karstadt Münster  rechnet man mit großen Einschnitten. Foto: Oliver Werner

Kaffeesatzleserei ist nicht sein Ding. „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen“, macht Peter Frohwerk deutlich, was er von Meldungen hält, die am Montag über Karstadt zu lesen und zu hören sind. Die Rede ist von einem „zukunftsweisenden Konzept der Konzernspitze“, das sich „angeblich“ auf einen Personalabbau von über 1200 Mitarbeitern in insgesamt 83 Filialen stützt.

Ich sehe für Münster schwarz.

Der Betriebsratsvorsitzende von Karstadt Münster ist allerdings sicher, dass auf seine Kollegen auch am hiesigen Standort massive Einschnitte zukommen werden. „Ich sehe für Münster schwarz“, sagt er ehrlich.

Lege man einen „zurzeit nur vermuteten zehnprozentigen Stellenabbau“ zugrunde, bedeute dies für die Filiale an der Salzstraße den Verlust von 20 Arbeitsplätzen. Dazu kommen die vielfach diskutierten Umgruppierungen, bei denen Mitarbeiter aus dem Verkauf zu Regalbefüllern degradiert würden. „Natürlich mit entsprechend weniger Geld“, kommentiert Peter Frohwerk diese Veränderungen.

Auswirkungen auf das Kundenverhalten

Die sich wiederum aus seiner Sicht natürlich massiv auf das Kundenverhalten auswirken werden. „Kundennähe und Service, Fachberatung und Kompetenz sind immer Säulen bei Karstadt gewesen. An denen wird gesägt, die werden vernichtet“, kritisiert Frohwerk und sieht ein Schild vor Augen, das er selbst einmal in einem Textilfachgeschäft einer anderen Stadt mit Entsetzen gelesen hat: „Beratungsfreie Zone“. So treibe man Kunden direkt in die Arme von Online-Anbietern.

Er selbst rechnet damit, dass den Betriebsräten Mitte bis Ende des Monats genaue Zahlen geliefert werden. „So schwer es fällt, bis dahin müssen wir abwarten.“

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