Prinzipalmarkt spielt in der Einzelhandels-Bundesliga
Umfrage: Kunden wollen das Café Schucan zurück

Münster -

Münsters Prinzipalmarkt spielt in der Bundesliga, der Einzelhandels-Bundesliga. Und kann sich durchaus mit der Düsseldorfer Kö messen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die jetzt von den Kaufleuten an Münsters Guter Stube durchgeführt wurde. Weiteres Ergebnis: Die befragten Kunden wünschen sich die Rückkehr des alten Café Schucan.

Freitag, 06.02.2015, 08:02 Uhr

Münsters Prinzipalmarkt spielt in der Einzelhandels-Bundesliga. Das ist das Ergebnis einer Befragung der Gemeinschaft der Kaufleute vom Prinzipalmarkt. 956 Kunden füllten einen achtseitigen Fragebogen aus, heißt es in einer Pressemitteilung der Kaufleute. „Die Antworten zeigen eindeutig, der Prinzipalmarkt kann sich mit der Düsseldorfer Kö messen“, freut sich Sprecher Nico Osthues .

Die Kaufleute wollten wissen, in welchen Städten Prinzipalmarkt-Kunden mindestens genauso häufig einkaufen wie in Münster . Düsseldorf führt die Liste an. Auf den Rängen danach folgen Dortmund, Berlin, Hamburg, München und Köln. „Etwa die Hälfte der Teilnehmer notierte auf dem Fragebogen teilweise umfassende Anmerkungen – oft Liebeserklärungen an Münster und an den Prinzipalmarkt“, kommentiert Osthues die Resonanz.

Verkaufsoffener Sonntag in Münster

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  • Foto: Matthias Ahlke
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Nur ein gutes Drittel der Teilnehmer kommt aus Münster. 20 Prozent sind Münsterländer, der Rest nimmt weitere Wege in Kauf. „Selbst die Prinzipalmarkt-Fans, die mehr als eineinhalb Stunden fahren müssen, kommen zu 21 Prozent mehr als zehn Mal jährlich nach Münster. 38 Prozent kaufen vier bis zu neun Mal pro Jahr am Prinzipalmarkt ein“, erläutert Jörg Heithoff, Geschäftsführer der Heithoff & Companie GmbH, die die Befragung im Auftrag der Kaufleute durchgeführt hat.

„Das unterstreicht die Oberzentralität der Stadt und verdeutlicht: Der Prinzipalmarkt braucht auch die Kunden aus Sauerland, Ruhrgebiet oder Emsland“, kommentiert Nico Osthues.

Angebot hat sich verbessert

Mehr als 80 Prozent der Befragten meinten, dass sich das Angebot am Prinzipalmarkt in den letzten zehn Jahren verbessert habe, knapp 44 Prozent wünschten sich bessere Parkmöglichkeiten, für knapp 30 Prozent sind laut Umfrage verkaufsoffene Sonntage wichtige Einkaufsimpulse.

Auch das Thema Online-Shopping interessierte die Kaufleute: 51,1 Prozent hat demnach schon einmal Kleidung im Internet geordert. Bei Schuhen waren es 36,6 Prozent, bei Schmuck nur 11,3 Prozent.

Nostalgiker wünschten sich das legendäre Café Schucan wieder. Heute residieren an dieser Stelle unter anderem die Geschäfte Douglas und Elfi.

Nostalgiker wünschten sich das legendäre Café Schucan wieder. Heute residieren an dieser Stelle unter anderem die Geschäfte Douglas und Elfi. Foto: Haunfelder

Die Kaufleute fragten ab, welche Quellen Kunden zur Information und Inspiration für ihren Einkauf nutzten. 84,6 Prozent halten demnach das Beratungsgespräch im Einzelhandel für wichtig, 40,1 Prozent informierten sich über Anzeigen in Tageszeitungen.

Gastronomie und Hotellerie profitieren vom Zugpferd Einzelhandel

Nico Osthues

Was die Prinzipalmarkt-Kunden sonst noch so in Münster machen, wenn sie in die Domstadt kommen, fragten die Kaufleute ebenfalls ab: 97 Prozent trinken einen Kaffee, 96 Prozent gehen Essen und fast 94 Prozent machen eine Stippvisite auf dem Wochenmarkt. Auch der Besuch im Museum (78 Prozent), im Konzert oder Theater (57 Prozent) gehört dazu. Von den Kunden mit mehr als eineinhalb Stunden Anfahrt buchen mehr als 60 Prozent Hotelübernachtungen. „ Gastronomie und Hotellerie profitieren vom Zugpferd Einzelhandel“, stellt der Sprecher der Kaufleute fest.

Ausdrücklich aufgefordert wurden die Befragten auch zu Kritik. Längere Öffnungszeiten, größere Auswahl bei Damengrößen und preiswerte Parkmöglichkeiten führen hier die Wunschliste an. Auf die Frage, welche Angebote am Prinzipalmarkt fehlen, nannten die Teilnehmer individuelle, modische Fashionanbieter oder Strumpfspezialisten. Auch was sie nicht wollen, wissen viele Kunden: „Bloß nicht noch mehr Ketten und Filialisten“. Nostalgiker nutzten ebenfalls die Chance, Herzenswünsche zu äußern. Mehrere notierten: „Café Schucan“.

Verkaufsoffener Sonntag in Münster

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  • Foto: Oliver Werner
  • Lebendige Schaufensterpuppen bei Appelrath und Cüpper

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  • Erste Weihnachtsgeschenke sind verpackt: Subaitha Raveendranathan überreicht Marc Suchy das gewünschte Paket.

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  • Lebendige Schaufensterpuppen bei Appelrath und Cüpper

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  • Lebendige Schaufensterpuppen bei Appelrath und Cüpper

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  • Ludgeristraße

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  • Ulrich Zessin, Straßenkünstler: „Ich nutze den verkaufsoffenen Sonntag, um ein Bild zu zeigen, damit noch ein bisschen Geld reinkommt.“

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  • Ingrid Thoholte: „Wir genießen heute unseren hundefreien Tag und haben endlich Zeit, um in die Stadt zu gehen.“

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  • Christa Sieverding: „Wir kommen höchsten ein bis zwei Mal im Jahr nach Münster und schauen mal, was es gibt.“

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  • Heinrich Wessel: „In Münster gibt es sehr schöne ausgesuchte Geschäfte.“

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