Streit um Festkommers
Studentenverbindung Rhenania sucht den Dialog

Münster -

Die pflichtschlagende Studentenverbindung sucht den Dialog mit ihren Gegnern. Hintergrund: der Streit um einen Festkommers im Rathaus.

Montag, 09.02.2015, 17:02 Uhr

Die pflichtschlagende Studentenverbindung  darf nun doch im Rathaus feiern.
Die pflichtschlagende Studentenverbindung  darf nun doch im Rathaus feiern. Foto: Oliver Werner

„Für uns ist die Entscheidung der Bezirksregierung eine Bestätigung, dass die geäußerten Vorbehalte wie rechtes Gedankengut und Frauenfeindlichkeit haltlos sind.“ Mit diesen Worten kommentiert Michael Kaltenborn , Pressekoordinator der Studentenverbindung Rhenania, die Entscheidung des Regierungspräsidenten . Der hatte, wie berichtet, einen Beschluss des Rates aufgehoben, der der pflichtschlagenden Verbindung eine Feier im Rathausfestsaal verwehrt . „Wir lehnen Extremismus generell ab“, stellt Kaltenborn klar. Jetzt warte man zunächst eine offizielle Mitteilung der Stadt ab, ehe man den Festkommers weiter plane.

Zugleich gibt es laut Kaltenborn die Überlegung, politische Vertreter unter anderem von SPD und Grünen ins Verbindungshaus einzuladen. Diese Parteien hatten gegen den Festkommers gestimmt. „Wir sind an einem Austausch interessiert, wollen uns nicht abschotten“, so Kaltenborn. Schließlich sei Rhenania schon seit 150 Jahren in Münster verwurzelt. Zuletzt seien wohl zu viele Vorurteile im Spiel gewesen, so die Einschätzung von Kaltenborn.

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