Kinderuni
Die Queen und ihre Kollegen

Münster -

Wenn Kinder an Königinnen und Könige denken, dann oftmals als märchenhafte Gestalten in traumhaften Schlössern und mit prunkvollen Kleidern. Dass es das Königtum nicht nur im Märchen gibt und was es heute noch damit auf sich hat, darüber spricht Dr. André Krischer bei der nächsten Vorlesung der Kinder-Uni.

Dienstag, 17.02.2015, 11:02 Uhr

Die Parlamentseröffnung in Großbritannien – vor über 300 Jahren und heute: André Krischer klärt bei der Kinderuni darüber auf, was Könige heute bedeuten.
Die Parlamentseröffnung in Großbritannien – vor über 300 Jahren und heute: André Krischer klärt bei der Kinderuni darüber auf, was Könige heute bedeuten. Foto: kv

Im Märchen, da waren Könige noch wer. Ihr Reichtum war ohne Ende, und sie konnten sich auch sonst alles erlauben. Immer nur märchenhaft war wohl niemals das Leben von Königen und Königinnen. Und heute haben Könige – zumindest in Europa – „nicht mehr besonders viel Macht“, sagt André Krischer , Juniorprofessor für Geschichte an der Universität Münster . Krischer kennt sich besonders gut aus in der Familie einer auch hierzulande sehr populären Königin – Queen Elisabeth von Großbritannien . Am Freitag (20. Februar) wirft André Krischer zusammen mit den jüngsten Studierenden der Universität bei der Kinderuni einen Blick in die Königshäuser der Gegenwart.

„Die Queen und ihre Kollegen – was Königinnen und Könige heute bedeuten“: So hat André Krischer seine Vorlesung überschrieben, die um 16.15 Uhr im H1 beginnt. Sie ist geeignet für Kinder ab acht Jahren.

Auch wenn es sehr pompös und mächtig aussieht, wenn die britische Königin Elisabeth das Parlament ihre Landes eröffnet – es ist nicht viel mehr als ein prächtiges Schauspiel. „Die Königin hat schon einen gewissen Einfluss auf die Politik“, sagt Krischer – aber die Gesetze und Entscheidungen treffen die vom Volk gewählten Politiker im Parlament. Das ist übrigens in Großbritannien schon seit mehr als 300 Jahren so. Die Parlamentseröffnung spielte sich damals ähnlich ab wie heute.

Auch die anderen Könige in Europa, in Schweden, Spanien oder den Niederlanden, sind im Wesentlichen dazu da, ihr Land zu repräsentieren – und bei den Bewohnern für ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu sorgen. Und grenzenlos Geld ausgeben dürfen die Monarchen auch nicht – ohnehin gibt es Kritik daran, dass die Königshäuser für ein Land zu teuer sind.

In anderen Teilen der Welt, besonders in Ländern auf der Arabischen Halbinsel, sieht es noch anders aus: Hier sind Könige noch reich und mächtig. Wie sich das auswirkt, das wird André Krischer ebenfalls bei der Kinderuni erklären.

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Der Eintritt zur Kinderuni ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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